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Krefeld
Stadt hat geprüft: Keine Flüchtlinge ins Casino

Krefeld. Die Stadt sieht keine Chance in Industriegebieten.

Das Bayer-Kasino kann nicht als Notunterkunft für Flüchtlinge genutzt werden. Dies hat die Krefelder Stadtverwaltung gestern mitgeteilt. Das Kasino befinde sich in einem reinen Industriegebiet. Laut Bestimmung können Industriegebiete nicht - auch nicht übergangsweise - für die Unterbringung genutzt werden. Nur in Gewerbegebieten wäre dies nach neuer Rechtslage möglich.

Die Stadt hatte geprüft, ob das leerstehende Kasino-Gebäude, über dessen Denkmalwert vor Gericht juristisch gestritten wird, sich als vorübergehende Unterkunft eignet. Das Bayer-Kasino war von dem aus Krefeld stammenden Architekten Helmut Hentrich geplant und 1961 eröffnet worden. Heute entspricht das Gebäude mit der großen Glasfassade nicht den Energieanforderungen und eine Instandsetzung für eine neue Nutzung gilt als enorm aufwändig - auch aus finanzieller Sicht. In der vergangenen Woche hatte das Verwaltungsgericht in Düsseldorf darüber entschieden, ob das Bayer-Kasino abgerissen werden darf. Bayer hatte einen solchen Antrag gestellt. Das Urteil soll Bayer jetzt schriftlich zugestellt werden. Auf Anfrage unserer Redaktion teilte eine Sprecherin mit, dass das Urteil noch nicht schriftlich vorliege.

(ped)
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