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Krefeld
Stadt investiert in diesem Jahr 3,5 Millionen Euro in Schulen

Krefeld. Wenn man sich die Außenbereiche und die Klassenräume an der Robert-Jungk-Gesamtschule in Hüls anschaut, bemerkt man zunächst nichts Besonderes. Das Grün ist gepflegt, die Bodenbeläge sehen neu aus, ein Fahrradständer wartet auf Benutzung und ein Zaun markiert das Schulgelände. Auch im Inneren findet man nichts Auffälliges - die Räume sind gepflegt und die Labor- und Naturwissenschaftlichen Klassenzimmer ordentlich. Doch wer die Umstände von vor einem oder besser gesagt vier Jahren kannte, sieht, dass sich hier viel getan hat. Von Richard Hill

2012 begannen die Planungen dazu, wann und was am Reepenweg ausgebaut und saniert werden sollte. Wie bei allen anderen Krefelder Schulen wurde dazu zunächst ein Prioritätenplan erstellt, der klären sollte, ob und wo Bedarf besteht und wie die zeitliche Abfolge der Arbeiten für die kommenden Jahre sei. Nach der Erstellung eines Brandschutz- und Sanierungskonzepts 2014 folgten Erneuerungen in den EDV- und Naturwissenschaftlichen Räumen sowie der Lehrküche, eine Fenstersanierung, der Einbau von Brandschutztüren in der Turnhalle oder die Instandsetzung der Turnhallentribüne.

Dass bis dato auch die Schüler nicht mehr mit den Umständen an der Schule zufrieden waren, zeigte ein gemeinsamer Brandbrief, den sie an die Stadt geschickt hatten und in der die mangelnde Sauberkeit an einigen Stellen beanstandet wurde. "Wir hatten ohnehin auch die Grundreinigung in den Aufgabenkatalog aufgenommen und sind mittlerweile mit fast allem fertig. Qualitätskontrollen haben den Zustand zudem geprüft", erklärt Eva-Marie Eifert vom Zentralen Gebäudemanagement der Stadt Krefeld.

Auch in 2016 und 2017 wird an der Gesamtschule nun weiter ausgebaut und saniert. Im kommenden Jahr werden die Rauchschutztüren sowie eine Fluchttür für die Verwaltung eingebaut. "Die Zusammenarbeit mit der Stadt funktioniert wirklich gut. Die Arbeiten für dieses Jahr konnten wir ohne Probleme in den Ferien durchführen", erklärt Schulleiterin Regina Lingel-Moses. Welche Besonderheit die Arbeiten an der Robert-Jungk-Gesamtschule darstellen, zeigt die Größe des bearbeiteten Areals. Mit 15.100 Quadratmeter ist die einzige weiterführende Schule in Hüls gut doppelt so groß wie der Durchschnitt aller Schulen (6600 Quadratmeter).

Insgesamt werden in Krefeld im Jahr 2016 3,5 Millionen Euro für Schulbaumaßnahmen an 60 Standorten ausgegeben. Mit 1,4 Millionen Euro wird der größte Teil in Verbesserung der Grundschulen investiert. Für Gymnasien werden 980.000 Euro ausgegeben, für Gesamtschulen und Berufskollegs jeweils 470.000 Euro. Real- und Förderschulen bilden mit 120.000 beziehungsweise 40.000 Euro das Schlusslicht.

Das Geld wird in erster Linie zum Aus- und Einbau von Brandschutzsystemen (1,59 Millionen Euro) sowie zur Verbesserung der Verkehrssicherheit (770.000 Euro) gebraucht. Daneben steht auch der Substanzerhalt (440.000 Euro), der Ausbau der Naturwissenschaftlichen Räume (290.000 Euro) sowie energetische Verbesserungen und des Nutzerbedarfs (280.000 bzw. 110.000 Euro) auf dem Plan.

Quelle: RP
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