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Krefeld
Stadt: Keine weiteren Gefahren durch Unterdecken

Krefeld. Das Krefelder Gebäudemanagement hat nach dem Einsturz einer Unterdecke im Gymnasium Fabritianum geprüft, an welchen weiteren Krefelder Schulen die großformatigen Spanplatten ebenfalls eingesetzt wurden. Nach gestrigem Stand sind in insgesamt 17 Krefelder Schulen großflächige Deckenplatten zum Einsatz gekommen. Bei diesen Schulen besteht laut Stadtverwaltung allerdings keine Gefahr.

Ein akuter Untersuchungsbedarf ergab sich nach der Ersteinschätzung lediglich für eine Schule - konkret für sieben Räume der städtischen Sollbrüggenschule. Deshalb wurden dort Kinder gestern in den ersten beiden Unterrichtsstunden vorsorglich kurzfristig anderweitig unterrichtet, beispielsweise absolvierten sie Biologieunterricht im Sollbrüggenpark. Schon gestern waren laut Stadt aber die betroffenen Raumdecken weitergehend geprüft, eine Gefahr für die Schüler bestand nicht. Der Unterricht konnte dann wieder wie gewohnt stattfinden.

In allen übrigen Krefelder Schulen ist die Bauart der Deckenplatten nach einer Erstbewertung nicht vergleichbar mit der Konstruktion im Fabritianum. Auch wenn eine aktuelle Gefährdung durch die Deckenplatten somit ausgeschlossen wird, hat sich die Stadtverwaltung entschieden, alle Deckenkonstruktionen mit großformatigen Platten sukzessive einer intensiven Untersuchung zu unterziehen.

Am vergangenen Wochenende waren im Fabritianum 60 mal 180 Zentimeter große Deckenplatten heruntergefallen. Schüler wurden nicht verletzt. 22 Unterrichtsräume des Uerdinger Gymnasiums sind jetzt vorerst gesperrt, der Unterricht für die Oberstufe fällt aus.

Wie die Stadt gestern auf Anfrage unserer Redaktion zudem mitteilte, wird die Prüfung der Decken auf alle weiteren städtischen Gebäude ausgeweitet. Der Fokus soll aber zunächst auf den Objekten liegen, bei denen die Deckenkonstruktion vor 1980 eingebaut wurde.

Auch die betroffenen Stellen beim Land sind informiert: "Der Vorsitzende des Arbeitskreises Gebäude- und Immobilienwirtschaft wurde gestern Morgen per Mail mit der Bitte um Weiterleitung über die relevanten Fakten informiert", teilte die Stadt mit.

(sep)
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