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Krefeld
Stadt testet solarbetriebenen Super-Mülleimer an Rheinstraße

Krefeld: Stadt testet solarbetriebenen Super-Mülleimer an Rheinstraße
Dieser Müllbehälter steht seit wenigen Wochen an der Rheinstraße nahe Primark. FOTO: Peters, Sebastian
Krefeld. In Krefeld steht ein neuer Müllbehälter namens "Big Belly" - ist er voll, meldet er sich automatisch. Von Sebastian Peters

Der städtische Entsorger GSAK setzt beim Thema Sauberkeit auf eine neue Generation von Mülleimern. Seit wenigen Wochen steht an der Rheinstraße ein Behälter des Typs "Big Belly", eine internetfähige Müllpresse, die auf Solarstrombasis läuft. Nach positiven Erfahrungen in Städten wie Hamburg und Bielefeld setze jetzt auch Krefeld diese 4000 Euro teure Technik ein.

Wilfrid Gossen, Chef der Gesellschaft für Stadtreinigung und Abfallwirtschaft Krefeld (GSAK) erklärt: "Der Big Belly wurde ursprünglich in den USA entwickelt und kommt nunmehr seit einigen Jahren in Deutschland zum Einsatz." Im Entsorgungs-Fachbeirat der GSAK hat er jetzt vor Politikern über die Vorteile berichtet und dort zahlreiche Vorteile aufgelistet. Dem normalen Passanten fällt kaum auf, welche Technik in der grauen, dezenten Box steckt.

Das System funktioniert so: Der Big Belly presst den Müll zusammen, muss also nicht mehrmals täglich geleert werden. Ist er gefüllt, sendet er per Internet ein Signal an die GSAK. Die kommt nur noch bei Bedarf raus, das spart Kosten. Der Big Belly sei umweltfreundlich, da komplett solarbetrieben - Energiekosten entfallen, eine Stromversorgung ist nicht notwendig, die GSAK ist flexibel bei der Standortwahl.

Da es ein geschlossenes System ist, entsteht auch kein Streumüll, es gibt keine Belästigung durch Tauben, Ratten oder Wespen und keine Geruchsbelästigung. Eine automatische Füllstandsmessung mit optischer Anzeige signalisiert, wenn der Behälter voll ist. Ein GPS-Ortungssystem ist integriert, weshalb sich die Entleerungsintervalle verlängern. Das Behältnis sei außerdem vor Vandalismus sicher und wetterresistent, sagt Gossen.

Noch ist es ein Pilotprojekt, doch die erste Bilanz fällt positiv aus: Am 5. Januar 2015 ist das Gerät installiert worden. In einer ersten Testphase ist der Big Belly im Schnitt 2,7 mal pro Woche geleert worden. Zum Vergleich: Wäre ein herkömmlicher Mülleimer in Krefeld mit der gleichen Müllmenge befüllt worden, hätte dieser dreimal täglich geleert werden müssen. Wegen der hohen Kosten sei der Mülleimer natürlich nur für frequenzstarke Bereiche geeignet, schränkt Gossen ein.

Quelle: RP
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