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Fette Henn/Kretenbäskesweg
Gegner der geplanten Bebauung feierten ein fröhliches Gartenfest

Krefeld. HÜLS (RP) Wo nach dem Willen der Hülser Mehrheitsfraktionen - SPD, Grüne, FDP - zwischen Fette Henn, Kretenbäskesweg, Hinter der Papenburg und Klever Straße Wohnhäuser errichtet werden sollen, feierten Gartenfreunde und Gegner dieser Planung am Wochenende ein munteres Fest. Zu ihnen gehört auch der Hülser Pädagoge und Schriftsteller Hans-Martin Große-Oetringhaus.

"Im Mittelpunkt stand die Information. Schließlich waren viele besorgt über einen bei der Stadt jetzt vorliegenden Plan, der vorsieht, diesen Naturschatz des Ortes zuzubauen. Wenn solche Pläne realisiert würden, hätte das schwerwiegende Folgen", berichtet Große-Oetringhaus von dem Fest und nennt die Bedenken der Gartenretter: Zerstörung von schützenswerten Pflanzen und Tieren; Versiegelung und Verkehrsbelastung. Viele Festbesucher seien beeindruckt gewesen von der "wunderbaren Synthese von urwaldähnlichem Dickicht und gepflegten Gärten mit ihren alten Obstbäumen und Hecken, in denen Tomaten- und Kürbispflanzen neben Herbstaster und Brombeergestrüpp oder Altholzhaufen wachsen".

Zur Unterhaltung spielte das Trio Kauffmann mit Leier, Dudelsack, Gitarre und Ziehharmonika auf. Der Fotograf Axel Jusseit hatte in einem der Gärten seine Fotografien mit Krefelder Motiven ausgestellt. Kollagen von Avid Hagedorn waren in Hecken und Gesträuch drapiert. In einer Heckennische lasen Große-Oetringhaus und Liesel Willems aus ihren Werken. Ihre Texte spielte genau an jener Stelle, an der sich die Hörer gerade befanden. "Sie hatten beim Zuhören gleich jenes Paradies vor Augen, um das es ging: eine grüne Lunge von Hüls. Alle waren sich einig, dass es die zu erhalten gilt."

Quelle: RP
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