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Bürgerschaftliche Selbsthilfe
Vier Preise für engagierte Krefelder

Krefeld. Im historischen Ratssaal des Krefelder Rathauses ehrte gestern Oberbürgermeister Frank Meyer stellvertretend für den Stadtrat besonders engagierte Krefelder Bürger. Den mit insgesamt 2500 Euro dotierten Preis "Bürgerschaftliche Selbsthilfe" teilten sich 2015 gleich vier Preisträger. Über 1000 Euro freute sich das Team von "Kallis Café" in Oppum. Im Pfarrsaal der Schutzengelpfarre bekommen Bedürftige und Obdachlose nicht nur jeden Sonntagmorgen ein kostenloses Frühstück, sondern auch vielfältige anderweitige Unterstützung. Zum geselligen Beisammensein kommen regelmäßig um die 40 Personen.

Jeweils 500 Euro Preisgeld gingen an die Krefelder Familienhilfe sowie die engagierten Bürgerinnen Karin Seemann und Dagmar Reinke-Stephann. Die Ehrenamtler der Familienhilfe sind für Menschen aller Generationen im Einsatz, besonders für in Not geratene Familien, und betreiben eins der ältesten Seniorencafés Deutschlands. Dagmar Reinke-Stephann wiederum verschönert mit einigen Nachbarn das Straßenbild des Samtweberviertels. Sie bepflanzen Beete und entfernen Müll und Hundekot.

Vollen Einsatz zeigt auch Karin Seemann, ehemalige Sekretärin an der Regenbogenschule, die zahlreichen Kindern aus den Sommerfreizeiten bekannt ist, die sie seit acht Jahren leitet und durchführt. Die Freizeiten richten sich an Kinder, die sonst keinen Urlaub machen könnten. Jeweils 25 von ihnen können in den Sommerferien eine Woche lang in einem Schullandheim spannende Abenteuer in der Natur erleben.

"Es ist ja nicht nur das Vergnügen, solche Reisen bilden natürlich auch und erweitern den Horizont der Kinder", sagte Meyer in seiner Laudatio und betonte, wie wichtig bürgerschaftliches Engagement für eine Stadt wie Krefeld sei "Wir ehren heute Menschen, die Probleme erkannt und gehandelt haben. Die dauerhafte Strukturen geschaffen haben und diese, zum Teil bereits seit Jahrzehnten, mit Hilfe von anderen Ehrenamtlichen aufrechterhalten können." Dagmar Reinke-Stephann bedankte sich bei ihren Mitstreitern im Samtweberviertel und erzählte, dass sich bereits eine weitere Straßengemeinschaft, diesmal an der Lewerentzstraße, gebildet habe. Auch diese Anwohner würden Blumen pflanzen und sich um die Beseitigung von Müll und Hundekot kümmern. Außerdem hätten sie sich für einen Fahrradständer eingesetzt.

Oberbürgermeister Meyer verabschiedete sich von den Preisträgern mit den Worten: "Wir brauchen Euch! Menschen, die mitdenken, anpacken und anderen helfen, machen eine Stadt erst lebenswert."

Quelle: RP
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