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Krefeld
Stadthaus: CDU will Neubau prüfen

Krefeld: Stadthaus: CDU will Neubau prüfen
Das Krefelder Stadthaus. FOTO: Thomas Lammertz
Krefeld. Die CDU verlangt Akteneinsicht und zwar schnell: Es geht um das Gutachten zum Stadthaus. Demnach soll die Politik über ein Projekt entscheiden, das die Stadt Krefeld mit mindestens 140 Millionen Euro belaste, erklärte CDU-Ratsherr Jürgen Wettingfeld. Die CDU sieht die Alternative zur Sanierung des Stadthauses nicht ausreichend geprüft. Von Norbert Stirken

"Wir können uns durchaus einen modernen innovativen Verwaltungsbau im Herzen von Krefeld vorstellen - zum Beispiel am Hauptbahnhof", betonte der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Ratsfraktion. Es fehle überall an Information. Auch über die angeblich mehrfach unternommen Versuche, das Stadthaus zu verkaufen, lägen der CDU keine Details vor.

Unabhängig davon, welche Variante letztendlich realisiert werde, stellt dieses Projekt mit einem Investitionsvolumen von 140 Millionen Euro alle Vorhaben der vergangenen Jahrzehnte in den Schatten, meinte Wettingfeld. Aus diesem Grund habe die CDU-Fraktion sofort klar gemacht, dass sie sich erst nach einer gründlichen Prüfung aller Fakten und Berechnungen entscheiden wird. Aus Kostengründen hat die Stadtverwaltung Krefeld darum gebeten, diese Entscheidung möglichst zeitnah zu treffen.

Deshalb, so der Ratsherr, habe die CDU-Fraktion schon am 4. Juli die Stadtverwaltung Krefeld gebeten, die entsprechenden Akten bis 8. Juli zur Verfügung zu stellen. Die CDU-Fraktion hat für eine Beschleunigung des Verfahrens vorgehabt, diese Akten durch eine interne Arbeitsgruppe in den Sommerferien prüfen zu lassen. "Die Stadtverwaltung Krefeld hat die Unterlagen bisher nicht zur Verfügung gestellt. Es wurde lediglich ohne Terminangabe eine Akteneinsicht angeboten. Bei der Komplexität dieses Themas halten wir diese Vorgehensweise für unakzeptabel", bemängelte Wettingfeld gestern.

Es bestünden Bedenken, ob für das Stadthaus tatsächlich alle Aspekte des Denkmalschutzes so berücksichtigt worden seien, dass das Finanzrisiko beherrschbar sei. Wie zuletzt bei der Hauptfeuerwache müssten auch diesmal Fragen zum Nutzungskonzept intensiv geprüft werden, ergänzte der Ratsherr.

"Wir als CDU-Fraktion sehen uns daher zurzeit nicht in der Lage, die von der Stadtverwaltung Krefeld vorgelegten Varianten so zu prüfen, wie es ein Investition dieser Größenordnung erfordert. Eine frühzeitige Festlegung, wie sie die Stadtverwaltung Krefeld für sich schon vorgenommen hat, können wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht nachvollziehen", schilderte Wettingfeld. Dies betreffe auch die Fragen, ob die Sanierung des Stadthauses oder ein Neubau eigenfinanziert, fremdfinanziert oder mit privaten Partnern verwirklicht werden solle.

Quelle: RP
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