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Krefeld
Stadtschulpflegschaft soll künftig die Interessen der Schulen bündeln

Krefeld: Stadtschulpflegschaft soll künftig die Interessen der Schulen bündeln
Claudia Wichmann, Schulpflegschaftsvorsitzende der Gesamtschule Kaiserplatz, und ihr Vertreter Thomas Jansen haben die Gründung der Krefelder Stadtschulpflegschaft in den vergangenen Monaten auf den Weg gebracht. FOTO: Thomas Lammertz
Krefeld. Die Vertreter von 67 Schulen werden zur Gründungsversammlung am 19. April eingeladen. Von Joachim Niessen

Die Krefelder Stadtschulpflegschaft steht in den Startlöchern. Was in zahlreichen anderen Kommunen schon langjährige Praxis ist, soll nun auch hier ungesetzt werden. "Wir brauchen in Krefeld ein Sprachrohr, das die Interessen der Schulen bündelt", sagt Claudia Wichmann, Schulpflegschaftsvorsitzende der Gesamtschule Kaiserplatz, die das Projekt zusammen mit ihrem Vertreter Thomas Jansen auf den Weg gebracht hat.

Beide haben 67 Schulen - von der Grundschule bis zum Gymnasium - angeschrieben. Rund 40 Elternvertreter kamen jetzt zum ersten Treffen. Der gemeinsame Tenor des Abends in der Gesamtschule Kaiserplatz: "Mit den Schulen, für unsere Kinder und somit auch für die Lehrer." Die offizielle Gründung einer Stadtschulpflegschaft ist für den 19. April vorgesehen.

Bis dahin ist es ein weiter Weg. Erste Versuche, dass sich Elternvertreter der Schulen besser vernetzen, hat es bereits 2007 gegeben. Doch sie verliefen im Sand. Im vergangenen Jahr nahmen Wichmann und Jansen ein ähnliches Projekt an den Gesamtschulen in Angriff. "Es gibt viele wichtige schulübergreifende Bereiche, die man gemeinsam besprechen und anpacken kann. Das beginnt beim Unterrichtsausfall, geht über die Zahl der Lehrkräfte bis zur Inklusion oder der Gebäudesanierung", so Wichmann. Ganz aktuell: "Auch beim Thema Flüchtlinge sitzen wir alle in einem Boot."

Die vier bestehenden Krefelder Gesamtschulen nahmen das Angebot sofort an, er wurde ein gemeinsames Netzwerk aufgebaut. In einem weiteren Schritt informierten sich Wichmann und Jansen bei einem Elternverein in Düsseldorf, der sich um schulische Belange kümmert. Auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und Vertreter der Landeselternkonferenz gaben hilfreiche Tipps. "Einhellige Meinung war, dass eine Stadtschulpflegschaft in Krefeld eigentlich überfällig ist."

Ende vergangenen Jahres machten die beiden Krefelder den entscheidenden Schritt. Alle Schulen wurden mit der Bitte angeschrieben, die Einladung zur Info-Veranstaltung an die jeweiligen Elternvertreter weiterzuleiten. Und diese kamen. Rund 40 Eltern von 16 Schulen ließen sich am Dienstag in der Gesamtschule Kaiserplatz grundlegend informieren.

"Das Echo war durchweg positiv, deshalb werden wir die nächsten Schritte angehen", so die 53-Jährige. Zum einen werden Einladungen für die Gründungsversammlung am 19. April - voraussichtlich in der Gesamtschule Kaiserplatz - geschrieben und versandt. Andererseits gibt es aber auch schon erste Gespräche mit Politik und Verwaltung, die dem Elternwunsch positiv gegenüberstehen. So ist angedacht, dass die Stadtschulpflegschaft aktiv an den Sitzungen des Schulausschusses teilnehmen kann. "Wichtig ist aber auch, dass es eine feste Struktur gibt. Es können Arbeitskreise eingerichtet werden, die sich mit einzelnen Themen befassen. Parallel könnte Krefeld ein Mitglied in die Landeselternkonferenz entsenden", sagt Claudia Wichmann, gelernte Kinderkrankenschwester und Heilpraktikerin.

Der Rahmen für die Spitze der Stadtschulpflegschaft ist vorgegeben: Dort werden fünf Vorstandsmitglieder und acht Beisitzer eingebunden sein. Für die vierfache Mutter wichtig: "In dem Gremium ist jede Schulform vertreten."

Weitere Anfragen an claudia.wichmann@hno-Krefeld.de

Quelle: RP
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