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Krefeld
Städtische Seniorenheime als "attraktiver Arbeitgeber" ausgezeichnet

Krefeld. Von 191 bundesweit teilnehmenden Einrichtungen erhielten 33 das Qualitätssiegel. Alle vier städtischen Seniorenheime konnten überzeugen.

Zum zweiten Mal nach 2011 haben sich die Städtischen Seniorenheime Krefeld an einer Mitarbeiterbefragung des "Great Place to Work"-Institutes aus Köln beteiligt und erhielten nach erfolgter Auswertung jeweils die Auszeichnung als attraktiver Arbeitgeber. Dabei wurde das städtische Tochterunternehmen, zu dem die Seniorenheime Bischofstraße, Cornelius-de-Greiff-Stift, Fischers-Meyser-Stift sowie Linn (Quartelkämpchen) gehören, sowohl als einer der besten Arbeitgeber im Gesundheits- und Sozialwesen bundesweit, als auch branchenübergreifend in Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet. Insgesamt nahmen in diesem Jahr deutschlandweit 191 Gesundheits- und Sozialeinrichtungen an der Benchmark-Untersuchung zu Qualität und Attraktivität der Arbeitsplatzkultur teil und stellten sich einer unabhängigen Prüfung durch das "Great Place to Work"-Institut. Mit dem Qualitätssiegel wurden daraufhin 33 Teilnehmer ausgezeichnet.

Der Geschäftsführer der Seniorenheime, Jörg Schmidt, erhielt nun Besuch von Oberbürgermeister Frank Meyer, der zu der Auszeichnung gratulierte und sich einen Überblick über die aktuelle Situation der Einrichtungen verschaffte. Schmidt erklärte, dass sich die Seniorenheime im Wandel befinden und die Beteiligung an der externen und anonymisierten Mitarbeiterbefragung eine gute Gelegenheit sei, die aktuelle Stimmungslage in der Belegschaft zu erkennen. Und die ist - angesichts der erneut erfolgten Auszeichnung - offensichtlich weiterhin recht positiv. Schmidt erklärte dem Oberbürgermeister, dass sich die Einrichtungen von der ausschließlich stationären Versorgung verabschieden und in ihrem Umfeld für ambulante Angebote geöffnet haben. So bieten sie als Hilfe für Menschen in der Nachbarschaft der Heime beispielsweise Pflege und Begleitung, Reinigungsleistungen, Mahlzeiten, Unterstützung in Haus und Garten oder bei der Freizeitgestaltung an. Dies sei angesichts der Entwicklungen in der Pflegefinanzierung erforderlich, um für die Zukunft gut aufgestellt zu sein, erklärte Schmidt. Frank Meyer erfuhr außerdem, dass die Städtischen Seniorenheime mit insgesamt 480 Mitarbeitern auch 43 junge Menschen ausbilden und damit selbst für ausreichend Nachwuchs sorgen. Die Seniorenheime können noch mit einem weiteren vorbildlichen Beschäftigungsangebot aufwarten: Unterstützt werden die Mitarbeiter nämlich durch 27 sogenannte betriebsintegrierte Arbeitsplätze des Heilpädagogischen Zentrums, wodurch gleichzeitig Menschen mit Behinderungen die Teilnahme an der Arbeitswelt eröffnet wird. Um einen Einblick in den Arbeitsalltag und das -umfeld zu gewinnen, besichtigte Frank Meyer anschließend das Seniorenheim de-Greif-Stift, in dem 84 Bewohner in sechs Wohngemeinschaften leben.

Dass die Ausbildungsplätze der Seniorenheime für Pflegekräfte angesichts der starken Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt nach wie vor gut besetzt werden können, sei ein weiteres Signal dafür, dass die Städtischen Senioreneinrichtungen einen guten Ruf als Arbeitgeber haben. Lediglich ein Koch-Azubi wurde bislang nicht gefunden. Wer an einer solchen Ausbildung Interesse hat, sollte sich jetzt noch schnell bewerben, rät Schmidt.

Quelle: RP
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