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Krefeld
"Standpunkt": Hans-Jürgen Papier kommt

Krefeld. Der ehemalige Präsident des Bundesverfassungsgerichtes ist prominentester Redner der "Standpunkt"-Reihe in der Friedenskirche, die am 18. Januar beginnt und vier Vorträge beinhaltet.

In der "Standpunkt"-Reihe in der Friedenskirche hält einer der bekanntesten und renommiertesten Richter des Bundesverfassungsgerichts einen Vortrag. Am 5. Juli spricht der ehemalige Präsident des Bundesverfassungsgerichtes, Professor Hans-Jürgen Papier, zum Thema : Freiheit und Sicherheit. Der Termin ist einer der Höhepunkte des Jahresprogramms. Wir stellen das Programm vor:

Am 18. Januar kommt der international bekannte Kunsthistoriker und Kunstwissenschaftler Prof. Wolfgang Ullrich und referiert zum Thema "Siegerkunst: Neuer Adel, teure Lust". Mit dessen gleichnamigen Buch sorgte er 2016 für Furore. Der Freiberufler, der 2015 seine sichere Position als Professor an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe aufgab, lebt abwechselnd in Leipzig und München. Über jenes Buch urteilte der Rezensent der SZ am 31.5.2016 : "Mit feinsinniger Ironie und geradezu "angelsächischer Eleganz" untersuche Ullrich den zeitgenössischen Kunstmarkt und lege in aller Schärfe dar, wie der bloße Marktwert eines Werkes Kategorien wie Authentizität des Künstlers, Werkinhalt, ästhetische Provokation oder gesellschaftliche Relevanz verdränge. Egal ob es sich um "Ästhetikunternehmer" wie Olafur Eliasson, Jeff Koons und Damien Hirst oder Biennale-Künstler handele - stets geht es um Besitz statt Rezeption".

Am 5. Juli spricht der ehemalige Präsident des Bundesverfassungsgerichtes (2002 - 2010), Prof. Hans-Jürgen Papier, zum Thema: Freiheit und Sicherheit. Papier lehrte bis zu seiner Emeritierung im Jahre 2010 an der Ludwig-Maximilians-Universität in München Staats- und Sozialrecht. Er hat sich in den letzten Jahren immer wieder mit einer prononciert eigenständigen Meinung zu Themen wie Überwachungsstaat, aber auch Flüchtlingspolitik in die aktuelle Tagespolitik eingemischt. Am 6. September kommt der auch aus Talk-Shows bekannte Darmstädter Soziologe, Prof. Michael Hartmann. Er wird zum Thema "Die globale Elite - ein Mythos !?" sprechen. Der Elitenforscher profitiert davon, dass die Soziologen die Klassen abgeschafft und durch Milieus ersetzt haben und sich, wenn überhaupt noch, lieber mit Unterschicht und Prekariat als mit den Reichen beschäftigen. Hartmann erkundet die oberen Stockwerke der Gesellschaft: Bienenfleißig und faktenwild registriert er Herkunft, Berufsverläufe und Kohortenähnlichkeiten der Nachkriegsaufsteiger.

Am 6. Dezember spricht der Historiker und Publizist Bodo Mrozek von der Humboldt-Universität in Berlin. Sein Vortrag hat den ungewöhnlichen Titel "Der Duft der Anderen. Eine Geruchsgeschichte der deutschen Teilung". Schwerpunktthema seiner Forschungen ist vor allem die Theorie und Geschichte der populären Musik. So ist er Mitherausgeber der zweibändigen Deutschen Popgeschichte (2014).

Quelle: RP
 
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