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Krefeld
Start in Krefeld: Neue Wege bei Forschung zur Innenstadt

Krefeld. Die "Dialog-Tour" will mit de Bürgern neue Wege für die Zentren von vier Kommunen erarbeiten. Von Joachim Niessen

Innenstädte werden heute durch Arbeit, Einkauf, Gastronomie und Erlebnis geprägt - gleichzeitig aber auch durch Leerstand, Schmutz und Problembezirke. Wie sieht die City von morgen aus? Und wo bleibt die Kultur? Diese Fragen und mehr will das Projekt "Spuren der Zukunft" mit Hilfe der Bürger beantworten. Der städtische Fachbereich Marketing sowie das Kulturbüro haben die Initiative übernommen und das interkommunale Projekt auf den Weg gebracht.

Beteiligt sind die Städte Kamp-Lintfort, Neukirchen-Vluyn und Venlo unter Begleitung von Professor Nicolas Beucker von der Hochschule Niederrhein sowie Dr. Ingrid Misterek-Plagge, Geschäftsführerin vom "Kulturraum Niederrhein e.V.". "Jeweils für einen Tag laden wir die Bürger in den vier Kommunen ein, uns von ihren Erinnerungen, Werten, Erfahrungen und Wünschen zu berichten", so Uli Cloos, Leiter der Marketingabteilung.

Den Auftakt der "Dialog-Tour" macht Krefeld. Am Montag werden zwei Künstler zwischen 14 und 18 Uhr versuchen, Bürgern im Bereich der Hochstraße am Schwanenmarkt Antworten zu entlocken. Am Lastenrad mit Stehtisch wird geredet, Info-Laufband und Notizwand halten die Ergebnisse fest. "Städte sind im Wandel", so Beucker. "Tatsache ist, die Menschen ziehen wieder in die Zentren. Was macht neben dem Handel das Lebenswerte einer Innenstadt aus? Was und wie entwickelt sich parallel der Kulturraum?"

Aufbauend auf den Erkenntnissen aus den Bürgergesprächen wird es im Spätsommer eine zweite Runde mit künstlerischen Aktionen in den vier Kommunen geben. Für das Frühjahr 2017 sind Abschlussveranstaltungen geplant, in Krefeld wird dann die Zukunft innerstädtischer Kultur im Rahmen eines Symposiums diskutiert. "Die Ergebnisse sollen ausgewertet werden. Wir gehen davon aus, dass sich die Kommunen hierbei gegenseitig befruchten", so Cloos.

Die Kosten des Projekts betragen 90.000 Euro, 70.000 Euro kommen aus Fördermitteln, den Rest zahlen die teilnehmenden Städte.

Quelle: RP
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