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Krefeld
Startschuss für den Bau des "Forums Krefeld"

Krefeld: Startschuss für den Bau des "Forums Krefeld"
Der Abriss des alten Sparkassengebäudes (unten) an der St.-Anton-Straße ist abgeschlossen. Projektentwickler " Developer" hofft, dass die Krefelder im Frühjahr 2018 durch das an dieser Stelle entstehende neue Einkaufs-Forum flanieren können. FOTO: LAMMERTZ (2)/ DIE DEVELOPER
Krefeld. "Die Abrissarbeiten des ehemaligen Sparkassengebäudes an der St.-Anton-Straße sind fast abgeschlossen", sagt Projektentwickler Bastian Julius. Im Frühjahr 2018 werden Kunden durch das neue Einkaufszentrum flanieren können. Von Joachim Niessen

Das "Forum Krefeld" liegt im Zeitplan: "Die Abrissarbeiten des ehemaligen Sparkassengebäudes an der St.-Anton-Straße sind fast abgeschlossen. Wir blicken nun ganz optimistisch in die Tiefe der Baugrube", erklärt Bastian Julius, Projektentwickler beim Düsseldorfer Unternehmen "Die Developer", das das Forum errichtet. Gedanklich ist Julius sogar schon einige Wochen weiter: "Die Planungen für den Neubau stehen. Spätestens Anfang Oktober wird die Bodenplatte gegossen. Anschließend wird mit den Arbeiten im Untergeschosses begonnen, bis oberirdisch etwas zu sehen ist, kann es daher noch etwas dauern."

Auch in einem anderen Punkt herrscht in der Developer-Zentrale in der Landeshauptstadt positive Stimmung. "Rund 70 Prozent der Verkaufsfläche sind bereits vermietet, weitere Verträge stehen kurz vor dem Abschluss", so der Projektentwickler. Mehr als 20 Millionen Euro werden in den kommenden anderthalb Jahren investiert, im Frühjahr 2018 sollen die Kunden durch das neue Einkaufs-Forum flanieren können. Bei insgesamt knapp 15.000 Quadratmetern wird mit einer einzelhandelsrelevanten Fläche von 6000 Quadratmetern auf zwei bis drei Ebenen geplant. In den oberen Etagen wird es 200 Pkw-Stellplätze für Innenstadtkunden geben. Als Ankermieter wird Edeka auf 2900 Quadratmetern in das Untergeschoss des Komplexes einziehen. Auf der Restfläche sollen sich in einem viergeschossigen, architektonisch hochwertigen Geschäftshaus Einzelhandel und Büros ansiedeln. An den Ecken werden in den oberen Etagen jeweils mehrere Bäume als Dachgärten gepflanzt.

FOTO: Lammertz Thomas

In einen separaten Bereich, optisch aber in das Gebäude integriert, wird auch die Sparkasse in dem Komplex wieder eine Heimat finden. Mehr als 50 Jahre hatte das Geldinstitut an diesem Standort seine Kunden bedient. "Am 14. Januar 2016 war der letzte Geschäftstag der Sparkasse Friedrichstraße am alten Standort", erinnert Sprecher Peter Bauland. Für die Übergangszeit während der Neubauphase zog das Finanz-Center ins C&A-Haus auf die gegenüberliegende Seite. Die Sparkasse wird den geschäftspolitisch wichtigen Standort im Norden der Innenstadt auch künftig beibehalten. Allerdings kann der Flächenbedarf an der Friedrichstraße deutlich reduziert werden. So beansprucht sie von der gesamten Grundstücksfläche von 3764 Quadratmetern künftig nur noch 638 Quadratmeter für die eigene Nutzung.

Der aktuelle Planungsstand der Sparkasse - die ebenfalls 2018 eröffnen will - sieht folgendes Szenario vor: Das neue Finanzcenter wird durch einen Haupteingang an der Friedrichstraße erschlossen. Die Kunden betreten die Geschäftsstelle über ein rund um die Uhr geöffnetes SB-Foyer, das mit Geldautomaten, SB-Terminals und Auszugdruckern ausgestattet ist. Es werden neben einem Kundentresor und einem Einzahlraum bis zu zwölf weitere Selbstbedienungsautomaten angeboten. Im angeschlossenen Servicebereich werden sich vier Stehdialog-Elemente befinden, so dass die Mitarbeiter eintretende Kunden stets im Blick haben. Ergänzt wird das Angebot durch zwei Kassen.

FOTO: Lammertz Thomas

Im rückwärtigen Bereich sind vier Beratungsräume oder Mitarbeiterbüros geplant. Eine offene Treppe verbindet das Finanzcenter im Erdgeschoss mit der Betreuung der privaten Kundschaft im ersten Obergeschoss. Bauland: "Die Räume in den darüber liegenden beiden Obergeschossen können je nach Bedarf für die Geschäftskundenbetreuung der Sparkasse genutzt oder auch vermietet werden." Mit Blick auf die derzeitige Parkplatzsituation im Kernbereich der Innenstadt versichert Projektentwickler Julius, dass auch während der weiteren Bauphase die Zufahrt zum nahegelegenen Parkbereich des Seidenweberhauses "immer erreichbar" sei. Baudezernent Martin Linne betont, dass man sich nach Fertigstellung des Forums sowieso über die "Funktionalität" der St.-Anton-Straße einmal unterhalten müsse. In diesem Zusammenhang fordert die die SPD von der Verwaltung zügige Antworten: "Wir sollten uns frühzeitig Gedanken machen, wie man künftig mit der Straße umgehen soll und nicht bis zum Ende der Bauzeit warten", betonte Ratsherr Jürgen Hengst bereits mehrfach im Planungsausschuss. Mit dem neuen Parkraumkonzept für die Innenstadt hat die Politik derzeit ein weiteres Paket, das bis Ende des Jahres geschnürt und verabschiedet werden soll.

Quelle: RP
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