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Krefeld
Stolperfallen, Schmutz und Schlaglöcher

Krefeld: Stolperfallen, Schmutz und Schlaglöcher
Böse Stolperfallen: So wie hier an "Beckers Büdchen" sieht es an vielen Stellen im Verlauf der Straßenbahngleise auf der Kurfürstenstraße in Uerdingen aus. FOTO: Thomas Lammertz
Krefeld. In der Bezirksvertretung Uerdingen wurde zum x-ten Mal der Zustand der Kurfürstenstraße angemahnt. An der Von-Brempt-Straße und auf der Straße Am Röttgen reihen sich "Loch an Loch", und am Rheindeich gibt es zu viel Dreck und Lärm. Von Jochen Lenzen

Während die Stadtverwaltung den ersten Bürgerworkshop im Rahmen des Integrierten Handlungskonzepts zur Attraktivierung der Rheinstadt vorbereitet, gab es in der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung reichlich Anlass zu Beschwerden über Sicherheit, Sauberkeit und Lärm in Uerdingen.

Ulrich Lohmar (CDU) und Angela Schoofs (SPD) wiesen zum wiederholten Mal auf den Zustand der Kurfürstenstraße zwischen Am Röttgen und Von-Brempt-Straße hin. Dort stehen Pflastersteine am Rande der Straßenbahnschienen entweder gefährlich hoch oder sind abgesunken, so dass sich Stolperfallen für Fußgänger und Radfahrer bilden. "Ich weiß nicht mehr, in wie vielen Sitzungen ich schon auf diesen Zustand hingewiesen habe", sagte die SPD-Politikerin. "Ich habe selbst einen Unfall er miterlebt, als eine Frau auf dem Zebrastreifen zu Fall kam und sich meines Wissens den Arm gebrochen hat. Das sind dort keine Schad-, sondern Gefahrenstellen, die bei Regen besonders gefährlich sind."

Als Gefahrenstellen gelten Vertiefungen ab fünf Zentimeter, die umgehend gesichert und repariert werden müssen, während weniger tiefe Schadstellen erfasst und sukzessive beseitigt werden. Schoofs bat die Verwaltung für die nächste Sitzung um Auskunft, wann dort zuletzt und mit welchem Ergebnis Kontrollgänge stattgefunden haben. Zusätzlich baten die Bezirksvertreter die Verwaltung zu eruieren, ob es beim Tiefbauamt bezüglich der Instandsetzung von Schad- und Gefahrenstellen Prioritätenlisten gebe.

Die Reparatur von Schlaglöchern mahnte Elmar Jakubowski (CDU) für die Straße Am Röttgen zwischen Bahnhof- und Langer Straße an: "Da reiht sich Loch an Loch; das muss dringend gemacht werden." Ins selbe Horn stieß Lohmar bezüglich der Von-Brempt-Straße, wo es immer mehr Schlaglöcher gebe. Vor Monaten sollten außerdem schon die Sammelcontainer für Altmaterial im Bereich Am Zollhof versetzt werden. "Die stören dort auch den fließenden Verkehr", sagte Jakubowski.

Der Rheindeich sei seit seiner Fertigstellung so attraktiv, dass sich dort die Probleme mit Dreck und Lärm gehäuft haben, sagte Bezirksvorsteher Jürgen Hengst mit bitter-ironischem Unterton. Die SPD wolle im Rahmen der anstehenden Etatberatungen prüfen, ob die Stadtreinigungsgesellschaft GSAK und das Grünflächenamt dort nicht häufiger tätig werden könnten. "Ich bin nicht bereit zu akzeptieren, dass dort nichts passiert", sagte Hengst und verwies auf "einen hohen dreistelligen Tausenderbetrag", der im Etatentwurf 2017 für externe Sicherheitsdienste vorgesehen sei. "Wir müssen sehen, welche Kriterien für deren Einsatz gelten und prüfen, ob der Zustand eventuell auch mit diesen Diensten kontrollierbarer werden kann."

Auf Nachfrage von Manfred Göbel (Die Linke) erklärte der Bezirksvorsteher, dass in den Etatberatungen auch eine personelle Aufstockung des Kommunalen Ordnungsdienstes geprüft werden soll.

Quelle: RP
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