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Krefeld
Strukturreform bei Barmer GEK: Krefeld verliert 65 von 75 Mitarbeitern

Krefeld. Die Krankenkasse Barmer GEK steckt in einer bundesweit angelegten Strukturreform, die auch Krefeld betrifft: Die Regionalgeschäftsstelle am Ostwall mit 75 Mitarbeitern wird aufgelöst; was bleibt, ist eine Geschäftsstelle mit zehn Mitarbeitern, die sich allein der Kundenbetreuung widmen - nach Angaben der Barmer GEK erhöht sich damit die Anzahl der Mitarbeiter in der Beratung. Für die Krefelder Versicherten wird sich also nichts ändern.

Ändern wird sich vor allem etwas für die Mitarbeiter, die in Krefeld in der Sachbearbeitung tätig waren. Sie werden bald auf sogenannte Fachzentren verteilt, in denen künftig die Sachbearbeitung abgewickelt wird. Durch Spezialisierung und Konzentration soll die Arbeit dort effizienter werden.

Die Barmer GEK Krefeld war im Februar 2010 von der Königstraße in das rundumsanierte Gebäude am Ostwall umgezogen. Die Geschäftsstelle alten Zuschnitts war für rund 30 000 Versicherte zuständig.

Krefeld wird keine Hauptgeschäftsstelle sein; sie liegt in Mönchengladbach. Die Geschäftsstellen in Kempen und Willich werden geschlossen.

Laut Barmer GEK ist es aber das Ziel der Strukturreform, dass kein Versicherter länger als 20 Minuten zur nächsten Beratungsstelle unterwegs ist. Für Kempen und Willich böten sich die Geschäftsstellen in Viersen oder Krefeld als Anlaufstellen an.

Zudem bleibt nach Barmer-Angaben die Möglichkeit von Hausbesuchen durch Berater. "In den Geschäftsstellen und bei der mobilen Kundenberatung werden unsere Versicherten weiterhin umfassend beraten. Auch Anliegen wie Mutterschaftsgeld, Krankengeld bei Erkrankung des Kindes oder Wahltarife werden unsere Kundenberater weiterhin vor Ort bearbeiten", so eine Sprecherin. Bundesweit hat die Barmer GEK 15.000 Vollzeitstellen und rund 460 Auszubildende. Die Zahl der Mitarbeiter soll bis 2018 um 3500 reduziert werden; dieser Prozess werde ohne betriebsbedingte Kündigungen ablaufen, heißt es in der NRW-Zentrale der Barmer in Düsseldorf.

Ziel der Reform ist es, Kosten zu sparen und den Service zu verbessern. Dazu zählten eine bessere telefonische Betreuung, der Ausbau der Online-Dienstleistungen, Geschäftsstellen mit "langen, kundenfreundlichen" Öffnungszeiten (bundesweit montags bis donnerstags 9 bis 18.30 Uhr, freitags 9 bis 16 Uhr) sowie der Ausbau der mobilen Kundenbetreuung.

In Nordrhein-Westfalen soll die Reform der Versicherung bis Anfang Oktober abgeschlossen sein.

(vo)
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