| 16.48 Uhr

Sturmtief "Ruzica"
Fallende Dachziegel und umgestürzte Bäume in NRW

Sturm Ruzica: In Düsseldorf fallen Dachziegel - in Krefeld stürzen Bäume
In Düsseldorf fielen lose Dachziegel herab, Blumenkübel kippten um. Größere Schäden wurden bislang noch nicht gemeldet. FOTO: dpa, skm soe
Krefeld. Sturmtief "Ruzica" zieht über NRW. Es wurden Böen bis zur Stärke 10 erwartet. In Krefeld gab es kleinere Sturmschäden. Zwei Bäume fielen auf Hausdächer, ein weiterer auf die Straße. In Düsseldorf hielt sich der Schaden am Abend in Grenzen.

Personen kamen in Krefeld nicht zu Schaden, teilte die Feuerwehr mit. Die Kräfte der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr waren am Abend damit beschäftigt, die Dächer von den umgestürzten Bäumen zu befreien. Erst danach könne eine Schadensbilanz gezogen werden.

Auch in Düsseldorf gab es nur geringe Schäden. Bis 21 Uhr musste die Feuerwehr zwar mehr als 20 Mal ausrücken, dabei habe es sich aber immer um kleinere Einsätze gehandelt, wie ein Sprecher sagte. "Wir haben einige lose Dachziegeln und umgestürzte Bäume. Aber nichts, das größeren Sachschaden verursacht hätte", sagter der Sprecher.

Das Sturmtief "Ruzica" hatte am Morgen bereits die Stadt Krefeld in Absprache mit dem Comitee Crefelder Carneval dazu veranlasst, den geplanten Rosenmontagszug abzusagen. Auch in vielen anderen Städten in der Region fielen die Rosenmontagszüge aus, unter anderem in der Karnevalshochburg Düsseldorf. Dort kam allerdings am Vormittag zunächst die Sonne raus. Am Nachmittag jedoch verdunkelte sich der Himmel, starke Winde zogen auf und Sturzregen prasselte auf die verbliebenen Düsseldorfer Narren nieder.

Ob die Absage der Rosenmontagszüge gerechtfertigt war, darüber sind die Meteorologen sich nicht einig. ARD-Wettermann Karsten Schwanke kritisierte die Düsseldorfer Entscheidung: "Absage #Düsseldorf - für mich ein Rätsel", schrieb er am Montag auf Twitter. Die stärksten Böen seien schließlich erst am Nachmittag oder Abend zu erwarten. 

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) verwies darauf, dass die Ausgangslage für Köln und Düsseldorf unterschiedlich sei: "Köln ist durch die Eifel geschützt", sagte DWD-Meteorologe Lars Kirchhübel am Montag in Offenbach. Die Absage des Mainzer Rosenmontagsumzugs - dort wurden Böen der Windstärke 10 mit bis zu 100 Stundenkilometern vorausgesagt - hielt Kirchhübel für gerechtfertigt.

Wetter-Fachmann Jörg Kachelmann schlug eher warnende Töne an. Es gebe zwar eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit, dass alles gut gehe, aber eben auch das Risiko eines "Tornados in Düsseldorf mit Toten". Damit steht für Kachelmann fest: "Für die Durchführung braucht man bei dieser Ausgangslage sehr viel Gottvertrauen oder die Überzeugung: Et hätt noch immer jot jejange."

(kl)
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