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Krefeld
Südanbindung des Hafens offenbar vom Tisch

Krefeld. Die Ratspolitiker Jürgen Hengst (SPD) und Manfred Läckes (CDU) erklären: Die Nordanbindung ist der Favorit.

Die umstrittene Südanbindung des Hafens ist offenbar vom Tisch. "Der Ausbau des Hafens und seiner Infrastruktur stellen für SPD und CDU ein Muss zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes dar. Die Erschließung über eine Hafensüdanbindung nimmt hierbei nur eine nachgeordnete Rolle ein und wurde daher nicht in den Regionalplan aufgenommen", teilten die Krefelder Ratspolitiker Jürgen Hengst (SPD) und Manfred Läckes (CDU) gestern Abend nach einer mit Spannung erwarteten Sitzung des Regionalrates in Düsseldorf mit. Damit habe man auch den vor der Verabschiedung des Regional-planes spürbaren Ängsten und Sorgen vor einer südlichen Erschließung den Wind aus den Segeln nehmen können, erklärten beide weiter. Hengst und Läckes hatten demnach noch am Vorabend der Entscheidung des Regionalrates mit Vertretern ihrer Fraktionen, unter anderem den Ratsmitgliedern Mustafa Ertürk (SPD) und Jürgen Wettingfeld (CDU), sowie Bezirksvorsteher Hansjürgen Tacken (SPD) und mit dem Bürgerverein Linn zusammengesessen. Dieser hatte sich zuvor zum Thema Hafensüdanbindung mit der Überschrift "Linn kocht vor Wut" an die Politik gewendet. "Für SPD und CDU ist die Nordanbindung die favorisiere Erschließungsoption. Dafür stehen auch Mittel im Haushalt der Stadt Krefeld bereit. Wir setzen uns dafür ein, dass alle Maßnahmen, die zu einer verbesserten Nordanbindung des Hafens führen, schnell umgesetzt werden", so Hengst und Läckes abschließend.

Die Meerbuscher Gegner der Süd-anbindung deuten das Ergebnis der Sitzung allerdings anders. Für Franz-Josef Jürgens, Sprecher der Initiative Bümeno, ist die Südanbindung weiterhin nicht ausgeschlossen. Im Entwurf des Regionalplans heißt es zur Südanbindung demnach jetzt wörtlich: "Es wird davon ausgegangen, dass bis zur Klärung der Sachfragen bzw. Vorlage der Prüfergebnisse und der Herstellung des Einvernehmens der Städte Krefeld und Meerbusch die Gebiete, die für eine Erweiterung des Hafens und einer zusätzlichen Verkehrserschließung in Frage kommen, von weiteren Nutzungen freigehalten werden, es sei denn, diese sind rechtlich geboten. Es ist jedoch durch Optimierung der vorhandenen Erschließung des Hafens darauf hinzuarbeiten, eine neue, zusätzliche Erschließung zu vermeiden."

(ak/cw-/sep/vo)
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