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Krefeld
Surrealismus aus dem Computer in Haus Greiffenhorst

Krefeld. Dem Surrealismus fühlt sich Mojo Mendiola verpflichtet. Das belegen auch die neuen Arbeiten, die er ab heute im Linner Greiffenhorstschlösschen präsentiert. "Der erlebten Realität nicht nur Traum- und Rauschbilder entgegenzusetzen, sondern in der Verschmelzung des real Gesehenen mit dem innerlich Gesehenen die erlebte Realität als absurd zu entlarven, viel absurder, als es zum Beispiel die Vision 'Imagine' eines John Lennon je sein könnte - das ist mein Verständnis von Surrealismus", sagt er. Zu sehen sind collage-basierte digitale "Gemälde", die er begleitet von Musik erstellt. "Inzwischen immer öfter aber auch mit dem süßen Reiz der Stille, die in unserer lärmerfüllten Welt immer kostbarer wird", so Mendiola. Er will "der unvernünftigen Wirklichkeit mit der Fantasie ein Schnippchen schlagen". Das Ergebnis sind Bilder wie "Pilot der Wildgänse", das der Ausstellung den Namen gab, oder "Psychedelic Feet".

In Motiven wie "Die Jünger mit den Regenschirmen" und "Eisberg" zeigt sich Mendiolas ironisch-sarkastisch gefärbter Humor. "Humor beginnt ja bekanntlich da, wo der Spaß aufhört", zitiert er den Kabarettisten Werner Finck. Gemeinsam ist allen Bildern die Lust an kräftigen Farben und an starken Emotionen.

Seit 2014 fertigt Mendiola auch seine so benannten Medi-made Art-Objekte. Im Mittelpunkt stehen Inhalier-Disken für Bronchialmedikamente, und die werden bei ihm zu Metaphern für die Kräfte des Atems: Geist, Seele, Mut. Zu einem Triptychon solcher Objekte mit den Titeln "Einweißung", "Vergraulung" und "Anschwärzung", sagt er, sei er durch eine Arbeit des Krefelder Künstlers Herbert Zangs angeregt.

Ausstellung im Haus Greiffenhorst, Greiffenhorst 1. Eröffnung: Freitag, 29. April, 18 Uhr, geöffnet Samstag, 30. April, und Sonntag, 1. Mai, jeweils von 11 bis 18 Uhr.

Quelle: RP
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