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Krefeld
SWK und Stadt streiten um 20-Millionen-Paket

Krefeld. Die Stadtwerke Krefeld (SWK) haben in einem Schreiben an die Ratsfraktionen Kritik an der von Oberbürgermeister Frank Meyer (SPD) vorgelegten Liste mit Maßnahmen zum 20-Millionen-Paket des Bundes geäußert. Sie werfen dem Stadtchef vor, Vorschläge der SWK nicht beachtet zu haben.

Krefelds Kämmerer Cyprian hatte in einer Pressekonferenz am Mittwoch deutlich erklärt, dass nur direkte Projekte der Stadt, nicht die städtischer Töchter umgesetzt werden sollen. Die Förderrichtlinien des Bundes lassen es aber zu, dass auch städtische Töchter von den Förderungen profitieren. Die Stadtwerke hatten selbst eigene Maßnahmen in Höhe von elf Millionen Euro für die Förderung angemeldet, wie SWK-Chef Carsten Liedtke in einem Schreiben an die Krefelder Ratsfraktionen mitteilt. Wörtlich heißt es im Schreiben: "Als 100-prozentige Tochter der Stadt verstehen wir uns zu 100 Prozent zugehörig zum Konzern Stadt und sind daher verwundert, dass unsere Investitions- und Sanierungsvorschläge keine Beachtung gefunden haben." Die Stadtwerke fordern die Stadt auf, zumindest eine Maßnahme durch das Förderprogramm finanzieren zu lassen. Konkret geht es dabei um den Einbau von Flüsterschienen auf der St.-Anton-Straße von Kornstraße bis Ostwall für 3,2 Millionen Euro. Die Krefelder CDU teilte gestern bereits mit, die SWK-Forderung unterstützen zu wollen. CDU-Fraktionschef Philibert Reuters: "Die Begründung der SWK Mobil GmbH ist so überzeugend, dass wir diesem entsprechen wollen."

Bei ihren eigenen Maßnahmen muss die Stadt einen zehnprozentigen Eigenanteil finanzieren. SWK-Chef Liedtke verweist auch darauf, dass die SWK bei ihrem Projekt diesen Anteil übernähme. Die Maßnahme mit Flüsterschienen sei "städtebaulich sehr attraktiv", so Liedtke. Er bietet auch an, weitere Maßnahmen der Stadtwerke vorzustellen.

(sep)
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