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Krefeld
Tempo-Limit: Stadt kassiert knapp zwei Millionen Euro

Krefeld. Die Stadt Krefeld hat im vergangenen Jahr 1,97 Millionen Euro an Buß- und Verwarngeldern aus Geschwindigkeitsüberwachungen kassiert - im Jahr davor waren es noch 1.68 Millionen Euro. Dies teilte die Stadt auf Anfrage unserer Redaktion mit.

Hintergrund für die Anfrage: Ein Leser hatte sich darüber geärgert, dass jetzt in der Ferienzeit auf der Friedrich-Ebert-Straße in Höhe der Gesamtschule Kaiserplatz geblitzt wurde. Er vermutete "Abzocke", weil es ja kaum darum gehen könne, dort Schulkinder zu schützen. Die Stadt weist den Verdacht, über geschickte Auswahl der Blitzer-Standorte die Stadtkasse aufzubessern, entschieden zurück und rechtfertigt die Tempo-Kontrolle auch in der Ferienzeit mit dem Schutz der Verkehrssicherheit.

"Zu schnelles Fahren gefährdet alle überall", antwortet ein Sprecher der Stadt auf den Vorwurf, "die Meinung des Bürgers teilen wir nicht. An betreffender Stelle befinden sich neben der Schule zwei hochfrequentierte Turnhallen, ein auch in den Ferien offener Kindergarten, eine Kirche und ein Kinderspielplatz."

In Krefeld habe es sich bewährt, dort zu kontrollieren, wo Unfallschwerpunkte bekannt seien und wo sich häufig Passanten, insbesondere junge Verkehrsteilnehmer, aufhielten. An der besagten Stelle kontrolliere die Stadt regelmäßig, und zwar abgestimmt und im Wechsel mit der Polizei.

Die Polizei informiert seit einiger Zeit täglich über Schwerpunktkontrollen - aus dem Gedanken heraus, dass Autofahrer erst gar nicht zu schnell fahren.

(vo)
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