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Krefeld
Tiefers schult autonomes Fahren im Tesla

Krefeld: Tiefers schult autonomes Fahren im Tesla
Jochem Tiefers, Fahrlehrer und Inhaber der Fahrschule, weist den RP-Mitarbeiter Sven Schalljo (rechts) in die Geheimnisse des Tesla ein. FOTO: TL
Krefeld. In der Fahrschule Tiefers am Ostwall gehört nun ein Tesla S P90DL zum Fuhrpark. Das Elektrofahrzeug mit 772 PS ist dabei kein "normales" Fahrschulauto, sondern soll vor allem zur Ausbildung im autonomen Fahren, sowie als "Schnupperfahrzeug" für Interessierte dienen. Von Sven Schalljo

"Die Überlegung war, dass das Auto natürlich etwas Besonderes ist und das autonome Fahren im Kommen ist. Auch das muss der Fahrer aber lernen. Außerdem wollen viele Menschen gern einmal einen Tesla fahren, wollen aber nicht ein Kaufinteresse vorschwindeln, um eine Probefahrt zu machen. Das wollen wir nun bieten", sagt Inhaber Jochem Tiefers.

Und so kaufte er das Auto, das durchaus von einer gewissen Mystik umweht ist, und bietet die Fahrten an. "Natürlich soll Werbung auf das Fahrzeug. Die wird aber dezent sein. Und dann geht es los. Interessenten können sich einfach an uns wenden. Wir wollen zweistündige Fahrten mit Begleitung anbieten, bei denen der Fahrer ein Coaching auch im Umgang mit dem Auto erhält", erklärt der Fahrschulinhaber. Diese Fahrten, die 120 Euro kosten sollen, werden auch am Wochenende angeboten.

Vorab lud er bereits die Lokalredaktion der Rheinischen Post zu einer solchen Fahrt ein. Es begann mit einer grundsätzlichen Erläuterung des Fahrzeugs und der Funktionen. Dann beginnt die erste Spielerei. Auf dem Hof steht Tiefers am Auto, gibt über sein Smartphone den Befehl herauszufahren und der Wagen rückt eigenständig aus der Parklücke vor. Das erleichtert das Einsteigen, wenn beispielsweise die Lücke sehr eng ist.

Ein paar weitere Erläuterungen der Gangschaltung, der Tempomat- und Selbstfahrfunktion und dann geht es los. Mit einem leichten Summen fährt das Auto an. Schon am Moerser Platz zeigt es einen Teil dessen, was es kann. Ein Fahrradfahrer überquert die Straße ohne zu schauen. Fahrer und Fahrlehrer treten zeitgleich auf die Bremse, das Auto ist schneller. Weiter geht es Richtung Gartenstadt und auf die Autobahn. Auch "tanken" ist ein Teil der Vorführung. Es geht zum nächsten Supercharger in Moers. Die Ladung ist kostenlos. Bis auf 80 Prozent des Akkus dauert es zwar gute zwanzig Minuten, in der Zeit gibt es aber eine Einweisung in viele Funktionen. Langweilig ist es nicht.

Und dann geht es richtig los. Beschleunigungsverhalten, Tempomat und dann die Königsfähigkeit: Mit zwei Zügen am Kontrollhebel schaltet sich der Selbstfahrmodus ein. Nun fährt das Auto allein. Die Fahrspur wechselt es zwar nicht - das tut nur die neuste Version des Autopiloten, die nicht verbaut ist - aber mit einem kurzen Hinweis über eine leichte Drehung am Lenkrad macht der Telsa auch das - bei gleichzeitigem Blinken. Zu stark darf die Drehung aber nicht sein, sonst schaltet sich der Autopilot aus. Es folgt zum Ende die spektakulärste Fähigkeit des Autos:

Der Tesla zählt zu den sprintstärksten Serienfahrzeugen überhaupt. Aus dem Stand ist er in 3,0 Sekunden auf einhundert Stundenkilometern. "Gib mal Gas", sagt Tiefers. Und schon der Sprint auf 50 km/h ist ein Erlebnis. Die Passagiere werden in die Sitze gepresst. Die Beschleunigung erinnert an Flugzeug, vielleicht übertrifft sie dieses sogar leicht. Und dann ist die Fahrt auch schon vorbei. Die insgesamt knapp drei Stunden vergingen im Flug, und es hat großen Spaß gemacht. Beim Aussteigen grinst Tiefers. "Bisher haben noch bei jedem die Augen geleuchtet", sagt er. Verständlich. Es ist ein Erlebnis. Ob es die Zukunft des Fahrens ist, darüber gibt es verschiedene Meinungen. Aber ein Erlebnis ist es zweifelsohne.

Quelle: RP
 
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