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Krefeld
Tiefstand bei der Zahl der Auszubildenden

Krefeld. Bei den Neuverträgen sieht die Sache anders aus: In Krefeld bilden die Betriebe gegen den Trend im Land wieder mehr aus. 1614 junge Männer und Frauen haben 2016 einen Ausbildungsvertrag abgeschlossen. Von Norbert Stirken

Die Zahl der Auszubildenden war im vergangenen Jahr in Nordrhein-Westfalen auf einem Rekordtief und ging um 2,1 Prozent gegenüber 2015 zurück. In Krefeld standen 4278 junge Männer und Frauen im einem Ausbildungsverhältnis - das waren 2,5 Prozent weniger als im Vergleichsjahr. Seit 2013 sinkt die Zahl von 4989 über 4662 und 4389 stetig auf 4278. Von der Entwicklung sind Männer und Frauen in etwa gleich betroffen. Die 2847 Ausbildungsverhältnisse mit Männern bedeuten ein Minus von 2,4 Prozent, die 1434 von Frauen ein Minus von 2,6 Prozent.

Gegen den Trend in Nordrhein-Westfalen hat bei Krefelder Betrieben offenbar ein Umdenken stattgefunden. Die 1614 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge bedeuten ein Plus von 1,1 Prozent gegenüber 2015. Besonders profitierten die jungen Männer (plus 4,5 Prozent). Das sind 1053 neue Verträge statt 1008 im Vergleichsjahr. Bei den jungen Frauen weist das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik (IT.NRW) 558 neue Ausbildungsverhältnisse statt 588 aus (minus 5,1 Prozent).

Ende des vergangenen Jahres befanden sich in Nordrhein-Westfalen 297.219 junge Menschen in einer dualen Ausbildung; das waren wie erwähnt 2,1 Prozent weniger als 2015. Wie die amtliche Statistikstelle des Landes mitteilt, war das die geringste Zahl an Auszubildenden seit Beginn der Aufzeichnungen der Berufsbildungsstatistik im Jahr 1976. Die Zahl der männlichen Auszubildenden lag mit 186.033 um 1,6 Prozent, die der weiblichen Auszubildenden mit 111.186 um 2,9 Prozent unter der des Jahres 2015. Die Zahl der ausländischen Auszubildenden erhöhte sich um 8,5 Prozent auf 20.247 und lag damit erstmals seit zwölf Jahren wieder über 20.000.

Im Handwerk (77.262 Auszubildende; minus 1,6 Prozent) und im Ausbildungsbereich Hauswirtschaft (1272; minus acht Prozent) wurden 2016 - wie bereits im Vorjahr - neue Tiefstände ermittelt. Im größten Ausbildungsbereich "Industrie, Handel, Banken, Versicherungen, Gast- und Verkehrsgewerbe" sank die Zahl der Auszubildenden um 2,7 Prozent auf 176.745. Bei den Freiberuflern, zu denen Ärzte, Apotheker, Rechtsanwälte, Notare und Steuerberater zählen, waren es mit 27.387 Auszubildenden 0,9 Prozent und in der Landwirtschaft mit 6492 Auszubildenden 2,4 Prozent weniger Azubis. Lediglich im öffentlichen Dienst befanden sich Ende 2016 mehr junge Menschen in einer dualen Ausbildung (8064; plus 2,6 Prozent).

Die Zahl der Auszubildenden mit neu abgeschlossenem Ausbildungsvertrag war im vergangenen Jahr in Nordrhein-Westfalen mit insgesamt 113.976 um 1,7 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor. Aufgeschlüsselt nach Geschlecht bedeutet das: Bei den Männern weist die Statistik 69.546 neue Lehrverträge (minus ein Prozent), und bei den Frauen 44.430 neue Ausbildungsverhältnisse (minus 2,7 Prozent) aus.

Quelle: RP
 
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