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Krefeld
Tierquäler an der Niep verletzt 19-jähriges Pony

Krefeld. Tierquälerei an der Grenze zu Krefeld: Die Pony-Ripperin war's nicht. Die sitzt in der Psychiatrie. Zuerst sah es nach einem bloßen Einbruchsversuch aus. Das Ehepaar Mürmann aus Niep bemerkte am Dienstagmorgen, dass der Weidezaun ihres Grundstücks keine Spannung mehr hatte. Dann stellen sie fest, dass jemand versucht hatte, ihren Schuppen aufzubrechen.

Dann jedoch fiel Andrea Mürmann ein Klebeband auf, an dem Ponyhaare hafteten. Es hing an einem Brett neben jener Box, in der das Shetland-Pony "Neelchen" nachts untergebracht ist. "Ich habe dann Blutspuren am linken Hinterbein entdeckt", berichtet die 51-Jährige. Ein Tierarzt stellte fest, dass "Neelchen" innere Verletzungen im Scheidenbereich hat. Der Täter muss das Tier gequält haben, indem er ihm einen Gegenstand eingeführt hat. Die Polizei hat die Ermittlungen begonnen. Der Fall löst Erinnerungen an die "Pony-Ripperin" aus, die vor einigen Jahren in Krefeld ein Pony und zwei Schafe getötet und zerstückelt hatte. Später tötete die junge Frau noch ein Pony in Troisdorf. Dass die "Ripperin" wieder ihr Unwesen treibt, kann jedoch ausgeschlossen werden. "Sie befindet sich nach wie vor in der Forensik", teilte Andrea Margraf von der Polizei mit. Ein psychiatrisches Gutachten hatte der Täterin seinerzeit eine "schwere kombinierte Persönlichkeitsstörung" bescheinigt. Tatsächlich trägt der aktuelle Fall nicht die Handschrift der "Ripperin". Offensichtlich ging es dem aktuellen Täter um handfeste Beute: "Aus dem Wagen unseres Nachbars wurden Werkzeuge gestohlen."

(gil)
 
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