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Krefeld
"Töff Töff"-Chef baut Altenwohnungen

Krefeld. An der Ecke Kölner- und Kimplerstraße entsteht ein riesiger Neubau-Komplex mit Wohnungen für Senioren. Der Fischelner Unternehmer Cevdet Bekmezci investiert rund sieben Millionen Euro. Fünf Häuser werden abgerissen. Von Carola Puvogel

Die Kölner Straße wird ihr Gesicht maßgeblich verändern. Sechs alte Häuser gegenüber der Markuskirche, vom leer stehenden Restaurant Athos bis zum Autohaus "Töff Töff", werden derzeit abgerissen und weichen einem Eck-Neubaukomplex mit 39 altersgerechten Wohnungen. Die Fertigstellung ist für den Herbst kommenden Jahres geplant, alle Aufträge für Abriss und Bau sind bereits vergeben.

Investor ist der Autohändler Cevdet Bekmezci. Seit 1988 ist der gelernte Mechaniker Inhaber von "Töff Töff", hat mit seinem Unternehmen expandiert und schließlich seit 2008 systematisch die an seinen Betrieb angrenzenden Immobilien erworben. Zunächst, wie er sagt, ohne konkretes Ziel vor Augen. Erst 2011 sei die Entscheidung gefallen, in Wohnen für Senioren zu investieren. "Eigentlich wollte ich schon früher anfangen zu bauen, aber es hat fast zwei Jahre gedauert, bis ich die Baugenehmigung bekommen habe", erzählt der Unternehmer. "Doch das war eigentlich ganz gut so. Denn die Wartezeit konnten wir nutzen, um das Projekt ganz in Ruhe durchzuplanen."

Architekt Christophe Toulouse hat den Gebäudekomplex mit Erdgeschoss, ersten und zweitem Obergeschoss sowie zurückspringendem Staffelgeschoss entworfen. 18 verschiedene Wohnungstypen gibt es, die meisten davon haben zwei Zimmer und sind zwischen 50 und 70 Quadratmeter groß. So gut wie ausverkauft ist bereits das Staffelgeschoss. "Die größten Einheiten sind schon weg", sagt Bekmezci, der "positiv überrascht" ist von dem großen Interesse. Die meisten Wohnungen haben eigene Balkone; zudem wird es hinter dem Komplex eine große Grünanlage zur gemeinschaftlichen Nutzung geben.

Noch nicht ganz in trockenen Tüchern sind die Verträge für die geplante Betreuung im Haus, die alle Käufer mit einem monatlichen Obolus mit bezahlen müssen. "Wohnen mit Service" nennt Bekmezci das Konzept. Zwei Sozialräume für gemeinsame Aktivitäten sind geplant, tagsüber wird eine Betreuungskraft anwesend sein, die diese koordiniert und zudem für die Bewohner auch verschiedene Dienste übernimmt. "Zum Beispiel Blumen gießen und sich um die Post kümmern bei Abwesenheit, Behördengänge und Ähnliches", erklärt der Investor. Die gute Nachbarschaft solle gepflegt werden, das sei Teil des Konzepts: "Es soll ein Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit entstehen." Andere Dienstleistungen können bei Bedarf hinzugekauft werden. "Das wird eine Liste von circa 30 Punkten sein, von Essenslieferungen bis Einkaufsservice." Der Wohnkomplex an der Kölner Straße sei allerdings ausdrücklich kein Pflegeheim, die Einheiten seien barrierefrei aber nicht behindertengerecht. Die Gesamt-Investitionssumme benennt Bekmezci mit sieben Millionen Euro.

Quelle: RP
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