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Feuer in Krefeld
Toter bei Großbrand in Mehrfamilienhaus wird obduziert

Feuer in Wohnhaus in Krefeld
Feuer in Wohnhaus in Krefeld FOTO: Lothar Strücken
Krefeld. Der Leichnam wird am Montag obduziert, um die genaue Todesursache und Identität des Opfers festzustellen. Das Haus ist unbewohnbar.  Eine 56-Jährige erlitt eine schwere Rauchgasvergiftung. Ein Hund ist tot, ein Papagei wurde gerettet. Von Norbert Stirken

Eine bis zur Unkenntlichkeit verbrannte Person entdeckte die Feuerwehr am Sonntag während ihres Einsatzes an der St.-Anton-Straße. In einem Mehrfamilienhaus - bekannt als Antonshöhe - brannte der Dachstuhl beim Eintreffen der Rettungskräfte gegen 3.40 Uhr bereits in vollem Ausmaß. Der Leichnam werde jetzt von der Gerichtsmedizin obduziert, erklärte ein Polizeisprecher  auf Anfrage unserer Redaktion. Weder Identität noch Geschlecht oder Todesursache seien derzeit bekannt. Am Sonntag hieß es von der Feuerwehr zunächst, das Opfer sei ein Mann. Die Kriminalpolizei habe die Ermittlungen aufgenommen, um die Brandursache festzustellen. Dazu sei ein Brandsachverständiger beauftragt worden.

23 Männer und Frauen hatten sich aus eigener Kraft aus dem Gebäude retten können. Sie wurden in einem Bus der Stadtwerke betreut. Die evakuierten Bewohner sind inzwischen anderweitig untergebracht worden. Durch die Hitze und das Löschwasser ist die gesamte Immobilie unbewohnbar geworden. Ein Statiker habe sich bereits ein Bild gemacht, informierte Kai Günther, Sprecher der Feuerwehr, auf Anfrage unserer Redaktion.

Am Morgen danach: Das Skelett des ausgebrannten Dachstuhls ragt in den Himmel. FOTO: Thomas Lammertz

In einer Wohnung im Dachgeschoss war aus bisher unbekannter Ursache ein Feuer ausgebrochen. Es wurde von der Feuerwehr gelöscht. Eine 56-jährige Bewohnerin wurde schwer verletzt mit Rauchgasintoxikation in ein Krankenhaus gebracht. Um eine Brandausbreitung zu verhindern, wurden umfangreiche Löschmaßnahmen eingeleitet. Dabei wurden drei Drehleitern eingesetzt sowie mehrere Trupps im Inneren des Hauses. Während der Löscharbeiten wurde ein Hund tot aufgefunden. Ein Papagei habe gerettet werden können, sagte Günther.

Die Feuerwehr war noch lange mit Nachlöscharbeiten beschäftigt, um mehrere Glutnester zu kontrollieren. Der Einsatzort war für den Kraftfahrzeugverkehr gesperrt. Es waren großräumige Umleitungen ausgeschildert. Am Einsatz waren beide Wachen der Berufsfeuerwehr, der Rettungsdienst sowie alle Einheiten der freiwilligen Feuerwehr beteiligt. Die freiwilligen Einheiten stellten während des Einsatzes auch den Brandschutz im übrigen Stadtgebiet sicher.

Für die Feuerwehr war es ein Wochenende ohne Pause. Zuvor hatte es bereits Einsätze bei einem Kellerbrand in Traar und einer Brandstiftung im "Horror-Hochhaus" Alte Gladbacher Straße gegeben. "Alles in einer Schicht", informierte Günther.

Quelle: RP
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