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Krefeld
Tour d'Industrie durch den Süden

Krefeld. Die Initiative "Zukunft durch Industrie" bringt den Krefeldern die Betriebe ihrer Heimat nahe. Per Bus ging es durch den boomenden Süden Krefelds.

Industrie von einer anderen Seite kennenlernen - auf einer Tour durch Krefelds Süden. Diese Gelegenheit ließen sich am Samstagvormittag 80 Krefelder Bürger nicht entgehen und fuhren im historischen Eineinhalb-Decker eineinhalb Stunden durch die Industrie- und Gewerbegebiete rund um die drei Areale Campus Fichtenhain, Europapark Fichtenhain und das Gewerbegebiet Südwestpark.

Die eigens gegründete Industrieinitiative Krefeld "Zukunft durch Industrie" organisiert seit vier Jahren eine Tour, die Industrie transparenter machen soll, schließlich sind in der Samt- und Seidenstadt 400 Industrieunternehmen angesiedelt. Dieses Jahr wurden unter anderem das europäische Distributionscenter von ASICS Europe und das chinesische Forschungsunternehmen XCMG für hydraulische Systeme, das sich erst vor zwei Jahren in Krefeld ansiedelte, besucht. Die Krefelder sollen hautnah erleben und verstehen, wie sich Gewerbeflächen im Laufe der Jahre verändern.

WFG-Chef Eckart Preen ist "Tourguide" und erklärt, dass das Gewerbegebiet Fichtenhain zu den typischen Unternehmensstandorten der 1980er Jahre gehört: kleine Grundstücke und integrierte Wohnhäuser sind zwei Merkmale. "Wohnen und Arbeiten sollte damals möglichst nah beieinander liegen", sagt Preen. Der Industriepark Stahldorf ist 150 Hektar groß. Hier wurde über 100 Jahre lang Edelstahl produziert und verarbeitet. Das Gewerbegebiet Südpark liegt unmittelbar an der A44 und ist ein großes Logistikzentrum. Nebenan liegt der Businesspark Fichtenhainer Allee, ein Gewerbegebiet mittelständischer Unternehmen. Der Campus Fichtenhain schließlich ist parkähnlich angelegt, die Backsteingebäude stehen unter Denkmalschutz und werden als Büroimmobilien vermarktet. Insgesamt belaufen sich die zusammenhängenden Gewerbe- und Industrieflächen auf 450 ha.

Hans L. Overdick lebt seit 20 Jahren in Krefeld und fährt normalerweise nur an der Autobahnausfahrt Krefeld-Fichtenhain vorbei. Sein Eindruck: durchweg positiv. "Es war eine interessante, aufschlussreiche Tour. Sonst kommt man ja nicht in die Firmen rein", erzählt er im Anschluss der Fahrt mit dem historischen Bus. Eigentlich finden die Touren im Krefelder Schluff statt, da im Krefelder Süden aber keine Schienen verlegt sind, musste sich die Industrieinitiative etwas anderes überlegen. Aber auch der historische Eineinhalbdecker, geliehen von den Stadtwerken Essen, kam sehr gut an.

Das Lustige an diesem Bus ist seine Erstzulassung: ein Krefelder Kennzeichen. So kamen am Samstag alle ihrer Heimat ein Stückchen näher.

(LW)
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