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Krefeld
Tour-de France: Jetzt muss Geld her

Kommt die Tour de France nach Krefeld?
Krefeld. Bis zum 24. Juli will die "IG TdF KR 17" 50.000 Euro sammeln, um die Tour nach Krefeld zu holen. Von Frank Langen

Die "Tour de France" ist eines der bedeutendsten Sportereignisse der Welt. Geht es nach der Interessengemeinschaft "IG TdF KR 17" führt der Weg der Weltklassesportler wie Tony Martin und Co. im nächsten Jahr durch Krefeld. Gestern präsentierten Organisator Christian A. Kölker und seine Mitstreiter im Autohaus Tölke & Fischer Auto Pepper ihre Pläne.

Die Tour beginnt im Sommer 2017 in Düsseldorf. Von dort aus startet dann am 2. Juli die zweite Etappe. "Krefeld hat eine große Verbundenheit und Vergangenheit im Radsport, da lag es einfach nahe, unsere Stadt mit ins Gespräch zu bringen", sagte Kölker.

Sind sich sicher: "Wir schaffen das!" Radsportlegende Hennes Junkermann und Uwe Burbach von Staubwolke Fischeln (v.l.). FOTO: Thomas Lammertz

In einem ersten Schritt müssen 50.000 Euro aufgebracht werden, die quasi als Eintrittsgeld für eine Durchgangspassage dienen. Wie groß das Interesse der Stadt ist, die Tour nach Krefeld zu holen, weiß Stadtmarketing-Chef Uli Cloos: "Wir haben sofort Signale nach Düsseldorf gesendet und die Ernsthaftigkeit unseres Interesses unterstrichen. Es gibt zwar mit Neuss, Meerbusch und Mönchengladbach noch andere Mitbewerber, die sehe ich aber nicht als Konkurrenz an, sondern als Mitstreiter. Eine Tour-Etappe verträgt sich mit der ganzen Region am Niederrhein, bei der wir als Krefelder unsere weltoffene Stadt präsentieren wollen."

Cloos sieht für die Stadt kein finanzielles Risiko, da die Interessengemeinschaft auf die Suche nach finanzieller Unterstützung geht und die generierten Gelder erst einmal auf ein Treuhandkonto kommen.

Ziel ist es, die 50.000 Euro bis zum 24. Juli, dem Ende der diesjährigen Tour der France, beisammen zu haben. Als Galionsfigur holte die Gemeinschaft die Krefelder Radsportlegende Hennes Junkermann ins Boot, der acht Mal an der Tour teilnahm. Und noch einen Pluspunkt gibt es: Sven Teutenberg, der als Ex-Radprofi für Düsseldorf die Tourvorbereitungen koordiniert, war ein Schützling von Junkermann.

Doch damit ist es nicht getan. Geldgeber müssen her. Beim gestrigen Startschuss konnte die Gemeinschaft mit der Tölke & Fischer-Gruppe, die ein Promotionsfahrzeug zur Verfügung stellt, einen ersten Sponsor benennen. Auch das Logo der Aktion wurde präsentiert. "Je eher wir das Ziel erreichen, umso verlässlicher dürfte dieses positive Signal in Richtung Düsseldorf Wirkung zeigen", sagte Kölker. Sein Appell geht an alle Krefelder und Unternehmen, die Aktion zu unterstützen und mit ihrer Begeisterungsfähigkeit eine Initialzündung zu entfachen.

Die endgültige Entscheidung über die Vergabe fällt am 18. Oktober, an dem Tag, an dem die zweite Etappe der Tour de France der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Sollte Krefeld den Zuschlag bekommen, kämen geschätzt noch einmal weitere 50.000 Euro für die Zusatzveranstaltungen rund um die Tour hinzu. Auch dazu haben sich die Organisatoren der Interessengemeinschaft schon Gedanken gemacht. "Man könnte am Vortag beispielsweise ein großes Radrennen für Amateure in der Innenstadt veranstalten", überlegte Uwe Burbach, der als Kenner der Radsportszene seine volle Unterstützung zugesagt hat. Zusätzlicher Anreiz ist der Niederrheinische Randwandertag, der zufälligerweise im nächsten Jahr auch auf den 2. Juli fällt. Und da die Stadtverwaltung schon jetzt zugesagt hat, bei administrativen Fragen Hilfestellung zu leisten, stehen die Chancen alles in allem nicht schlecht.

Quelle: RP
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