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Krefeld
Traarer Vereine mit Freizeitpaket für Flüchtlinge

Krefeld: Traarer Vereine mit Freizeitpaket für Flüchtlinge
Blick ins Innere der Traglufthalle: Links Spinde,Tische und Bänke, rechts Etagenbetten für 160 Personen. Montag werden die ersten Flüchtlinge erwartet. FOTO: Lammertz
Krefeld. Die Traglufthalle auf dem Festplatz in Traar wird ab Montag als Unterkunft für 160 Neuankömmlinge genutzt. Von Joachim Niessen

Traar bereitet sich mit viel Einsatz auf die Flüchtlinge vor, die ab kommendem Montag in die schneeweiße Traglufthalle auf dem Festplatz im Schatten von St. Josef einziehen. Zahlreiche Bürger nutzten jetzt die Gelegenheit, die Räumlichkeiten zu besichtigen, bevor rund 160 Menschen dort vorübergehend eine Bleibe finden. Das Angebot an Hilfe der Traarer ist groß, vergessen sind die Diskussionen um den Standort der Halle. "Der Ersatzfestplatz in unmittelbarer Nähe ist eine gute Lösung, alle Vereine vor Ort arbeiten jetzt daran, den Flüchtlingen den Aufenthalt bei uns so angenehm wie möglich zu gestalten", sagt der Präsident des Bürgerschützenvereins, Walter Potthast. Während sich die städtische Seite um die Grundversorgung kümmert, haben die Vereine ein umfangreiches Freizeitangebot zusammengestellt. Die Koordination hat federführend der Bürgerverein übernommen. "Als Flüchtlingskoordinator übernimmt Werner Chargé hier eine ganz zentrale Rolle", betont Bürgervereinsvorsitzender Marc Blondin. Das Angebot an die Flüchtlinge besteht fast aus einem Rundumpaket: In den Räumen der Kirche gibt es Sprachkurse, die Sportvereine laden zur Teilnahme an Trainings ein, die Schützen planen Willkommensabende und packen kleine Begrüßungsgeschenke. "Für uns ist es wichtig, dass die Menschen die Einrichtung auch verlassen können und das Umfeld kennenlernen", ergänzt Potthast. Daher stehen Rundgänge durch Traar und Umgebung auf dem Programm, Dolmetscher werden die Gruppen begleiten und entsprechend übersetzen. Auch bei der nächsten Großveranstaltung der Schützen sind die Flüchtlinge gerngesehene Gäste: "Zum Tanz in den Mai werden wir sie natürlich einladen", verspricht der Schützenchef. Wichtiger Dreh- und Angelpunkt ist hier Werner Chargé. Denn während die Traglufthalle in dieser Woche noch besichtigt werden konnte, wird ab Montag der unmittelbare Zugang in die Unterkunft nur noch eingeschränkt möglich sein. Hier kann der Koordinator helfen, er kommt jederzeit auf das Gelände. Dort sollen die Bewohner über Aushänge in verschiedenen Sprachen informiert werden. Die knapp 1300 Quadratmeter große Halle bietet bis zu 160 Menschen ein Dach über dem Kopf. Im Außenbereich sind Container für Sanitäranlagen, Essensausgabe sowie für acht Waschmaschinen und sechs Trockner aufgestellt. Jeweils zwei bis drei Monate werden die Flüchtlinge in Traar bleiben. Potthast: "In dieser Zeit wollen wir ihnen das Leben so abwechslungsreich wie möglich machen. Schließlich haben die Menschen keinen Job und daher viel Zeit."

Quelle: RP
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