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Krefeld
Trauer um Politikerin Mary Gaspard

Krefeld. Manche Vokabeln gab es im Wortschatz von Mary Gaspard nicht. Zum Beispiel: Aufgeben. Wenn sie sich einer Sache verschrieb, dann ganz und gar, mit einer Hartnäckigkeit, die manchen Widerstand höhlte wie der berühmte stete Tropfen. Jetzt ist sie nach schwerer Krankheit gestorben. Mary Gaspard wurde 76 Jahre alt.

Lange Jahre saß sie für die CDU im Kultur-, Bau- und Planungsausschuss, wirkte als Bezirksvorsteherin im Stadtbezirk Krefeld-Nord und engagierte sich bürgerschaftlich. In Erinnerung wird ihr Einsatz für die ehemalige Samtfabrik am Gahlingspfad bleiben. In langen, zermürbenden Diskussionen machte sie sich für das von August Biebricher entworfene Gebäude stark. Als eines Morgens die Bagger anrückten, stellte sie sich entschlossen vor die Abrissschaufel und bewirkte den sofortigen Stopp. Und sie hatte Erfolg, das Gebäude wurde von der Firma Messing erworben und saniert.

Ihre große Liebe galt der Kultur, vor allem dem Theater. Hier absolvierte sie keine Pflichtbesuche, um zu sehen, was so läuft. Mary Gaspard ließ sich begeistern, besuchte ihre Lieblingsstücke so oft, dass sie Texte mitsprechen konnte. Ihr Platz (fast immer in der ersten Reihe) wird nun leer bleiben.

(ped)
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