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Krefeld
So jeck war der Uerdinger Tulpensonntagszug

So war's beim Tulpensonntagszug in Uerdingen
So war's beim Tulpensonntagszug in Uerdingen FOTO: Thomas Lammertz
Krefeld. Tausende Narren verfolgten am Sonntag in Uerdingen bei durchgängig wolkigem, aber trockenem Wetter einen friedlichen, kunterbunten Tulpensonntagszug mit mehr als 2000 Teilnehmern. Von Jochen Lenzen

Dazu trug auch die Polizei mit starker Präsenz bei, die noch vor Zugbeginn aus einer Horde von rund 200 als Affen kostümierten Narren, die an der Duisburger Straße Pyrotechnik zündeten, sechs Personen in Gewahrsam nahm und zwei Plastiktüten Feuerwerkskörper sicherstellte.

"Oeding ist jeck und tolerant – Wir feiern mit allen Narren Hand in Hand", lautete das etwas sperrige, aber sympathische Motto des Zugs, dem sich die KG Op de Höh bei der Gestaltung ihres Prunkwagens verpflichtet hatte: Er zeigte eine Rundumansicht der Uerdinger "Skyline", ergänzt um Sehenswürdigkeiten aus aller Welt, wie den Pariser Eiffelturm, die New Yorker Freiheitsstatue oder die Pyramiden von Gizeh. Die Frauen hatten sich dazu in bunte Trachten und folkloristische Kostüme unterschiedlicher Länder gewandet.

Lokalkolorit verarbeitete auch die KG Eulenturm, die vom Projekt Rheinblick nicht gerade angetan ist, weil beispielsweise die Vereinigung Uerdinger Minister im Karneval, zu der auch einige Eulentümer gehören, ihr Vereinsheim im alten Zollhaus räumen musste. "Shrek lass nach" hatte sich die KG als Motto für ihren Urwaldwagen gesetzt und erschien mit verschiedenen Shrek-Figuren wie Fiona, dem Lebkuchen und dem Drachen als Frontfigur ihres Wagens. Mit einer "Weltneuheit" wartete der KFC Uerdignen auf, der seinen Wagen mit Spielern und Fans bestückt hatte: Der Grotifant präsentierte zum allerersten Mal seine Gefährtin – die Grotiline.

Als mittelalterliche Stadtansicht präsentierte die Uerdinger Bürgerwehr ihren aufwendig gestalteten Wagen, auf dem die blau-rot Uniformierten als Begleitgarde des Prinzenpaars nicht nur durch beständige Oeding-Helau-Rufe zum lebendigen Zuggeschehen beitrugen. Schmuck anzusehen waren auch die Mädchen der Braunschweiger Narrenzunft, die ebenfalls als Begleitgarde des Prinzenpaars fungiert, und auf deren Wagen auch Uerdingens Kinderprinzessin Leonie I. mit ihren Paginnen Lea und Elisa mitfuhren. Die Narrenherrscher selbst – Dirk II. und Nicole I. – standen mit ihren Ministern, immer reichlich Kamelle werfend, auf einem Prinzenwagen, der mit fantastischen Blumengestecken glänzte. Auffällig war auch der strahlend-weiße US-Schulbus der jungen Uerdinger Rheingarde in ihren rot-weißen Kostümen und der weiße Pick-up, hinter dem Akteure des Rock'n'Roll-Club Nr. 1 zeigten, was sie drauf haben.

Auch aus der Nachbarschaft waren Gruppen mit schönen Wagen erschienen: Die Linner Burggarde, die Lanker Brieftaubenfrauen als Engel und Teufel , das Dorfteam aus Rumeln-Kaldenhausen als fahrender Zirkus und die Karnevalsfreunde Hohenbudberg, die ihr Kinderprinzenpaar Hendrik I. und Sophie I. mitgebracht hatten.

Fotos: So feiern die Jecken in der Region.

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