| 00.00 Uhr

Krefeld
Uerdingen: Rückenwind für Marktverlegung

Krefeld: Uerdingen: Rückenwind für Marktverlegung
Mittwochs und samstags ist Wochenmarkt auf dem Platz am Röttgen. Nicht selten aber bleiben Flächen ungenutzt. Der Platz soll städtebaulich attraktiviert werden - inklusive einer "integrierten Parkraumlösung". FOTO: T. Lammertz
Krefeld. Drei wichtige Organisationen der Rheinstadt haben sich zusammengetan, um die Verlegung des Wochenmarkts vom Röttgen auf den historischen Marktplatz voranzutreiben. Heute startet eine Umfrage von Bürgern und Besuchern. Von Jochen Lenzen

Die Interessengemeinschaft Rheinstadt Uerdingen, der Kaufmannsbund und der Bürgerverein setzen sich gemeinsam für die Verlegung des Wochenmarkts vom Röttgen auf den historischen Marktplatz ein. Dazu wollen sie auch die Meinung der Bürger und Besucher der Rheinstadt einholen: Heute und beim morgigen Herbstfest werden sie an Informationsständen ihre Positionen darlegen und Flyer mit Rückantwortmöglichkeiten verteilen. "Ziel der Aktion ist es, Politik und Verwaltung ,Rückenwind' für die notwendigen Entscheidungen zu geben", erklären die drei Organisationen. Nach dem Herbstmarkt werden noch einmal 8000 solcher Flyer an die Uerdinger Haushalte verschickt. Die Ergebnisse der Meinungsumfrage sollen Ende November in einer Info-Veranstaltung präsentiert und diskutiert werden.

Den drei Organisationen liegt daran, dass die Verlegung kurzfristig angegangen, der historische Marktplatz also möglichst schnell autofrei gemacht wird. Zuvor müsse aber Ersatz für die dort wegfallenden Pkw-Stellplätze geschaffen werden. Das könne durch eine zusätzliche Parkebene auf dem Röttgen-Platz und/oder an der Oberen Mühlengasse geschehen.

Zu den Vorteilen einer Verlegung des Markts gehören nach Ansicht der drei Organisationen die attraktive Atmosphäre des historischen Marktplatzes - Stichwort: "Einkaufen unter Platanen" - und der daraus folgende Nutzen sowohl für die Beschicker als auch für die Einzelhändler im Stadtkern.

Zwar würden bei einer Marktverlegung 64 Pkw-Stellplätze auf dem historischen Marktplatz wegfallen, dafür aber würde die Zahl der Stellplätze auf dem Röttgen-Platz um 82 steigen. Auf dem historischen Marktplatz stünde mit 320 laufenden Metern sogar etwas mehr Raum für die Marktstände zur Verfügung, so dass dort alle bisherigen Marktstände aufgenommen werden könnten. Im Bedarfsfall könnten Flächen an der Oberstraße mit genutzt werden. 23 Stellplätze könnten für die Marktbeschicker unmittelbar am historischen Marktplatz ausgewiesen werden.

"Ein autofreier historischer Marktplatz bietet die Möglichkeiten beispielsweise für eine Ausweitung der gastronomischen Angebote. Diese Ausweitung führt vor allem zu mehr Aufenthaltsqualität zwischen Innenstadt und Rheinpromenade", schreiben die drei Organisationen in ihrem Positionspapier.

In diesem Zusammenhang schlagen Interessengemeinschaft, Kaufmannsbund und Bürgerverein vor, die Alte Krefelder- Straße von der Kurfürstenstraße bis zum Rheintor inklusive Casinogasse zu attraktivieren: Durch Verzicht auf die Trennung von Gehsteig und Fahrbahn ("Shared Space"-Konzept) könne der öffentliche Straßenraum lebenswerter und sicherer und die Verbindung zum Rhein deutlicher gemacht werden. Die Oberstraße sollte aus Richtung Obertor bis zur Krämergasse als Einbahnstraße für den Verkehr geöffnet und das letzte Teilstück bis zum Marktplatz soll als Fußgängerzone ausgewiesen werden.

Für den Platz am Röttgen empfehlen die drei Organisationen, eine städtebauliche Untersuchung mit neuen Lösungsansätzen einschließlich einer integrierten Parkraumlösung vornehmen zu lassen. Außerdem könnte ein Parkhaus mit mehrere Parkebenen an der Oberen Mühlengasse die Parkraumsituation nicht zuletzt für das Krankenhaus erheblich verbessern.

Quelle: RP
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Krefeld: Uerdingen: Rückenwind für Marktverlegung


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.