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Krefeld
Unfall-Kreuzung soll entschärft werden

Krefeld: Unfall-Kreuzung soll entschärft werden
Eine Autofahrerin hatte das Ampelsignal an der Kreuzung St. Töniser Straße/An der Kempener Platte beim Linksabbiegen missverstanden und war in den laufenden Gegenverkehr geraten. FOTO: LS
Krefeld. Die Ampelschaltung an der Kreuzung St. Töniser Straße/An der Kempener Platte in Schicksbaum wird geändert. Von Carola Puvogel

Die umstrittene Ampelschaltung an der Unfall-Kreuzung St. Töniser Straße/An der Kempener Platte in Schicksbaum soll geändert werden. Im Juni hatte sich dort ein Unfall ereignet, bei dem eine Person schwer verletzt wurde. Eine junge Autofahrerin hatte das Ampelsignal beim Linksabbiegen missverstanden und war in den laufenden Gegenverkehr geraten. Vier weitere Personen waren leicht verletzt worden, an zwei Autos entstand großer Sachschaden.

Robert Kleinheyer vom Bürgerverein Schicksbaum hatte, wie berichtet, die Situation seit 2015 immer wieder bemängelt. Ohne Erfolg: Erst Anfang des Jahres war die Verkehrsschau mit Vertretern von Polizei und den Fachbereichen Ordnung und Tiefbau zu dem Ergebnis gekommen, es seien "keine weiteren Maßnahmen erforderlich", es handele sich nicht um eine Unfallhäufungsstelle.

Jetzt hat es einen Ortstermin mit Bezirksvorsteher Klaus Menzer und einer Mitarbeiterin des Tiefbauamtes gegeben. "Mir wurde versichert, dass die derzeitige Schaltung der Ampel zwar straßenverkehrsrechtlich in Ordnung sei", berichtet Menzer. Das Tiefbauamt habe aber eingeräumt, dass die Verkehrsregelung von den Verkehrsteilnehmern nicht so recht verstanden werde. "Deshalb will man in nächster Zukunft eine echte Linksabbiegerampel mit eigener Links-Grün-Phase einrichten, sodass Rechte und Pflichten eindeutig klar werden", sagt der Bezirksvorsteher. Die vom Bürgerverein geforderte Tempo-Reduzierung auf "50" sei, berichtet Menzer, schwieriger umzusetzen, da die Stelle sich außerhalb der verkehrlichen Stadtgrenze Krefelds befinde. Das Tiefbauamt wollte zunächst abwarten, ob die veränderte Ampelanlage den gewünschten Erfolg bringe und erforderlichenfalls nachlegen.

Robert Kleinheyer und Volker Schulz an der Unfallkreuzung. FOTO: TL

Kleinheyer erklärt: "Das Problem ist, dass Autos, die aus Richtung St. Tönis kommen und links in die Straße "Auf der Kempener Platte" einbiegen wollen, eine gesonderte Rotphase für Linksabbieger haben." Diese sei, so nimmt er an, eingerichtet worden, damit Straßenbahnen, ungehindert passieren können. "Allerdings schaltet diese Ampel auch dann auf Rot, wenn gar keine Straßenbahn in Sicht ist, so dass die Autofahrer annehmen müssen, es sei Rot, damit sie nicht in den Gegenverkehr geraten." Unvermittelt schalte die Rotphase dann ab, so dass der Eindruck entstehe, beim Linksabbiegen sei nun freie Fahrt. "Doch das ist nicht der Fall, der Gegenverkehr läuft weiter, nachdem diese Rotphase zu Ende ist - und das ist wahnsinnig gefährlich", erklärt Kleinheyer. Immer wieder komme es zu haarsträubenden Situationen und Beinahe-Unfällen. "Das ist eine Ampelschaltung, für die es keinen Grund gibt. Sie ist schlicht fehlerhaft."

Quelle: RP
 
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