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Krefeld
Untergather König: Krefelds Mr. Schützenfest

Krefeld. Hartmut Schmitz ist nach seinem Vater, vier Onkeln und einem Cousin in diesem Jahr Schützenkönig der Untergather. Inzwischen hat der 55-Jährige zehn Schützenfeste organisiert. Außerdem ist er Arbeitskreis-Vorsitzender der Krefelder Schützenvereine. Von Jochen Lenzen

Er ist Schütze mit Leib und Seele, und das Schützenwesen ist in seiner Familie fest verankert: Schon mit neun Jahren fungierte er 1969 als Page seines Vaters, der ebenso Schützenkönig war, wie seine vier Onkel und ein Cousin. Jetzt konnte es Hartmut Schmitz (55) seinen Verwandten nachtun und als König der Schützengesellschaft Krefeld-Untergath von 1959 ein fulminantes Schützen- und Heimatfest feiern. "Nachdem fünf Männer meiner Familie schon Schützenkönig waren, wurde es Zeit, dass ich das auch einmal mache", sagt der gelernte Schlosser, der vor 40 Jahren bei Bayer angefangen hatte und heute als Sachbearbeiter bei der Currenta-Tochter Tectrion arbeitet.

Beim Königsvogelschießen hatte sich Hartmut Schmitz gegen seinen Mitbewerber um die Königswürde, Klaus Reenen, durchgesetzt und den Vogel von der Stange geholt. Dass das mit dem frühen 18. Schuss geschah, liegt daran, dass die Untergather laut Schmitz als einzige Gesellschaft am Niederrhein mit Pfeil und Armbrust auf den zehn Meter entfernten Vogel schießen. Doch das ist drei Jahre her. Der Lohn für den Erfolg ist das jetzige Schützenfest, das Hartmut II. und seine Frau, Königin Ulla I, mit den Ministern Heribert Panhey (das ist besagter Cousin) und Michael Schönauer mit ihren Frauen Stefanie und Angela sowie mit den Hofdamen Katharina Gräfe, Natalie Koppermann, Tochter Maike Schmitz und Melanie Schönauer das Schützenfest in vollen Zügen genießen konnten.

Vor 37 Jahren war Hartmut Schmitz in die Jungschützenkompanie der Untergather eingetreten, die 1991 neue Uniformen anzog und seitdem die Musketierkompanie bildet. Zwei Jahre später wurde er zum Geschäftsführer der Schützengesellschaft Untergath gewählt und hat im Laufe dieser 22 Jahre nicht weniger als zehn Schützenfeste für seinen Verein organisiert. Doch damit nicht genug: Seit acht Jahren bekleidet er darüber hinaus das Amt des Arbeitskreis-Vorsitzenden (fast) aller Krefelder Schützenvereine.

"Freude an Tradition und Geselligkeit", sagt Schmitz auf die Frage, was ihn am Schützenwesen so begeistere. "Und natürlich die Kameradschaft", die sich beispielsweise jetzt darin zeigte, dass zehn der 15 Aktiven seiner Musketierkompanie für die Vorbereitung und die Feier des Schützenfests zwei Wochen ihres Jahresurlaubs genommen haben. Ein Ergebnis ist das toll geschmückte Königshaus an der Donaustraße in der Untergath-Siedlung, das sich nach knapp einwöchiger Arbeit als Burg mit Zelten vor der Garage und im Garten präsentiert.

Mit welcher Freude Hartmut Schmitz bei der Sache ist, belegt auch die Tatsache, dass er neben den monatlichen Zusammenkünften seiner Kompanie und den jährlichen Veranstaltungen seiner Gesellschaft jetzt als König zusätzlich einen Kameradschaftsabend ins Leben gerufen hat, der im vergangenen Jahr erstmals gefeiert wurde.

Besonders stolz ist Hartmut Schmitz auch darauf, dass der Präses der Gesellschaft, Pfarrer Hans Russmann, in einem Grußwort für das Festheft des diesjährigen Schützenfests die enge Verbundenheit der Untergather Schützen mit der Gemeinde hervorgehoben hat. "Auf unsere Schützen ist Verlass, und sie sind ein fester Bestandteil unserer Gemeinde St. Karl Borromäus.

Quelle: RP
 
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