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Krefeld
Unterwegs an Niers und Nette

Krefeld: Unterwegs an Niers und Nette
Von Schaag aus führt der Weg über Boisheim - hier die Kirche St. Peter im Hintergrund. Weiter geht es in Richtung Dilkrath. Über die Brüggener Hütte und Dülkener Nette erreichen die Ausflügler wieder den Alter Markt in Dülken. FOTO: Franz-Heinrich Busch
Krefeld. Eine 40 Kilometer lange Radtour führt von Dülken über Süchteln, Grefrath und Lobberich in Richtung Dilkrath. An zwei Burgen können die Ausflügler eine Pause einlegen. Von Birgitta Ronge

Auf dem Alten Markt in Dülken geht es rund. Denn dort startet die Radtour, die auf etwa 40 Kilometern an Niers und Nette entlang führt. Wer per Bahn anreist: Der Weg vom Dülkener Bahnhof zum Alter Markt ist nicht weit.

Los geht es in Richtung Süchteln. Die Ausflügler überqueren die Autobahn 61 und folgen der Niederrhein-Route bis zu den Süchtelner Höhen. Sie erreichen den Süchtelner Ortskern mit der Pfarrkirche St. Clemens. In einem sehenswerten Fachwerkhaus aus dem 17. Jahrhundert ist das Süchtelner Heimatmuseum, Propsteistraße 15, untergebracht. Geöffnet ist von Mai bis September sonntags von 11 bis 12.30 Uhr und nach Vereinbarung (Telefon 02162 8413), der Eintritt ist frei.

Weiter fahren die Radler auf der Fietsallee am Nordkanal entlang - damit folgen sie den Spuren Napoleons, der 1806 den Bau eines Kanals von Neuss über Venlo bis nach Antwerpen plante. 1810 wurden die Arbeiten eingestellt.

Entlang der Niersniederungen und des alten, renaturierten Niersarms geht es weiter für die Ausflügler, die über die Niederrhein-Route Oedt erreichen.

Dort lohnt ein Halt an der Burg Uda. 1313 wurde die Burg erstmals urkundlich erwähnt, in Resten ist sie heute noch erhalten. Der Turm kann besichtigt werden. Geöffnet ist vom 19. April bis 25. Oktober sonntags von 11 bis 17 Uhr. Ab Mai werden außerdem an jedem ersten Samstag im Monat Führungen angeboten, die um 14 Uhr beginnen. Wer mehr über die Geschichte Oedt wissen möchte, unternimmt einen Abstecher ins Heimatmuseum in der Villa Girmes an der Johannes-Girmes-Straße. Das Museum ist an jedem ersten Sonntag im Monat von 14 bis 17 Uhr geöffnet.

Die Radler folgen dem Niers-Radwanderweg weiter in Richtung Grefrath. Sie fahren vorbei am Flugplatz Niershorst, auf dem Propeller- und Segelflugzeuge starten und landen, und erreichen den Grefrather Ortskern. Wer hier einen Zwischenstopp einlegen möchte, besucht den Schwingbodenpark zwischen Stadionstraße und Bruckhauser Straße. Der Park wurde im Rahmen der Landesgartenschau 1970 angelegt, heute lädt der weitläufige Park dazu ein, die Pause dort zu genießen.

Von dort ist es auch ein Katzensprung zum Niederrheinischen Freilichtmuseum Dorenburg. Bis zum 31. Mai wird dort noch die Sonderausstellung "Kopfsache - Zur Kulturgeschichte der Haare" gezeigt, Kinder und Erwachsene bestaunen die Exponate im Spielzeugmuseum. Pferdefans kommen beim historischen Mairitt am 1. Mai, 11 bis 16 Uhr, auf ihre Kosten. Geöffnet ist das Freilichtmuseum Dorenburg bis Oktober täglich von 10 bis 18 Uhr, die Familienkarte kostet neun Euro. Die Radler fahren weiter über den Schlibecker Berg nach Lobberich. Dort bietet sich dann ein Abstecher zur Burg Ingenhoven an. Der Weiher erinnert noch an die frühere Insellage des einstigen Rittersitzes, in dem sich heute ein Restaurant befindet.

Über die Breyeller Straße, die Nettebrücke und entlang der Zwei-Länder-Route fahren die Radler weiter bis Kindt. Von dort geht es durch den Kreuzgarten über Boisheim in Richtung Dilkrath.

Bei Heidend fahren die Ausflügler links ab, um über die Brüggener Hütte und die Dülkener Nette wieder den Alten Markt in Dülken zu erreichen. Wer am 1. Mai eine Tour plant, sollte durch die historische Innenstadt zum Eligiusplatz gehen: Von 11 bis 18 Uhr gibt es bei der Dülkener Gartenwelt für alle, die mit einem grünen Daumen gesegnet sind, viel zu entdecken.

Die Route folgt einer Empfehlung des Kreises Viersen, der in Zusammenarbeit mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) Krefeld-Viersen regelmäßig reizvolle Touren im Kreis Viersen auswählt. Wer den Kreis Viersen darüber hinaus noch radelnd entdecken möchte, erhält die neue Radwanderkarte übers Internet unter www.npsn.de (8,95 Euro).

Quelle: RP
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