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Krefeld
UWG: Seidenweberhaus wegen Form von Farbmolekülen erhalten

Krefeld. Ratsfrau Ruth Brauers (UWG-Gruppe) plädiert aus einem besonderen Grund für den Erhalt des Krefelder Seidenweberhauses, das vom Abriss bedroht ist: "In keinem anderen Objekt spiegelt sich Krefeld so kompakt und nachvollziehbar wieder. Das Seidenweberhaus stellt die Geschichte Krefelds als Samt- und Seidenstadt in Form von Farbmolekülen dar." Die sechs Seidenweberhaus-"Waben" in Form von Molekülen seien nach der 600-Jahrfeier der Stadt im Jahr 1973 zur Erinnerung an die Textil-Vergangenheit von Krefeld erstellt worden. "Es wäre sehr schade, wenn für nachfolgende Generationen dieses zeitgeschichtliche Krefelder Gebäude nicht erhalten bliebe."

Die Krefelder Politik steht vor der Entscheidung, ob das 40 Jahre alte Seidenweberhaus abgerissen oder saniert wird. Parallel prüft derzeit das Rheinische Amt für Denkmalpflege, ob die städtische Veranstaltungshalle denkmalwürdig ist. Ruth Brauers hatte dahingehend einen Antrag gestellt. Sie verweist auch auf die besondere Geschichte des Hauses im Hinblick auf die deutsch-amerikanischen Beziehungen. "Im Juni und Oktober 1983 blickte Amerika zweimal auf die Stadt Krefeld. Zur Erinnerung an ,300 Jahre Deutsche in Amerika". Am 25. Juni trafen sich der amerikanische Vize-Präsident Georg Bush sen., Bundespräsident Karl Carstens und Bundeskanzler Helmut Kohl zum Festakt im voll besetzten Seidenweberhaus. "Das Medienecho war riesig. Selbst im fernen China wurde über das Ereignis berichtet", sagt Ratsfrau Brauers.

(sep)
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