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Krefeld
Verdi-Chef Bsirske kommt am 1. Mai

Krefeld. Der Bundesvorsitzende der Dienstleistungsgewerkschaft ist Hauptredner bei der Mai-Kundgebung der Gewerkschaften - angefragt war er schon 2012.

Die Krefelder Gewerkschaften haben in diesem Jahr einen prominenten Gast Frank Bsirske, Bundesvorsitzender der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, wird bei den Krefelder Mai-Feierlichkeiten teilnehmen und ist der Hauptredner bei der Kundgebung im Stadtgarten. Dies bestätigte gestern der Krefelder DGB-Chef Ralf Köpke auf Anfrage. "Es ist ein glücklicher Zufall, dass Bsirske mitten in den Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst kommt", sagte Köpke gestern - die Anfrage sei schon 2012 erfolgt.

Die Feierlichkeiten am 1. Mai beginnen mit einer Demonstration - Treffpunkt ist 10.45 Uhr am DGB-Haus an der Virchowstraße, Abmarsch ist 11 Uhr am Platz der Wiedervereinigung zu den Klängen der Bergmannskapelle Rheinpreußen. Die Kundgebung beginnt um 12 Uhr im Stadtgarten. Nach Grußworten von Köpke und Hans-Dieter Deutmarg vom DGB Krefeld spricht Oberbürgermeister Frank Meyer und schließlich Frank Bsirske. Falls es keinen Durchbruch in den Tarifverhandlungen gibt, darf man auf eine saftige Rede gespannt sein. Zurzeit prallen die Forderungen von Verdi und Arbeitgebern noch aufeinander. Verdi fordert sechs Prozent mehr Lohn für die mehr als zwei Millionen Beschäftigten von Bund und Kommunen. Der Verhandlungsführer der Arbeitgeber, Innenminister Thomas de Maizière, nannte die Forderung überzogen. Würde die Forderung erfüllt, müsste Krefeld für 2016 rund 4 Millionen Euro und für die Folgejahre jährlich 5,6 Millionen Euro mehr Personalkosten aufbringen.

Am 1. Mai beginnt um 13 Uhr das Maifest mit einem bunten Musik- und Kulturprogramm, Livemusik von "Exklusive", Tanzvorführungen vom Tanzstudio Mine und dem Solidaritätshaus, einem Kinderfest der Falken und einer Aktion der Gewerkschaften unter dem Motto "Fair Transport Europe". Mit Informationsständen vertreten sind Gewerkschaften, Initiativen, Parteien und Verbände - das Essen ist international geprägt und wird besorgt vom Kurdischen Verein, der Alevitischen Gemeinde, dem FC Hellas, dem Verein Eritreas, dem Griechisch-Pontischen Verein, der Portugiesisch-Katholischen Mission und anderen portugiesischen Vereinen. Ausdrücklich heißt es auf dem Plakat: "Refugees welcome", Flüchtlinge sind willkommen.

(vo)
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