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Krefeld
Verdiente Krefelder

Krefeld: Verdiente Krefelder
Das Team von Kallis Café (v.l.): Miep Tiefers, Norbert Wefels, Inge Johannsen, Arno Wildrath, Olaf Bönk und Maria Bundschuh. FOTO: T. Lammertz
Krefeld. Gleich vier Mal vergibt die Stadt in diesem Jahr den Preis für "Bürgerschaftliche Selbsthilfe". 1000 Euro gehen an "Kallis Café" in Oppum, jeweils 500 Euro an die Krefelder Familienhilfe, Karin Seemann und Dagmar Reinke-Stephann.

Gleich vier Preisträger hat der Stadtrat auf Vorschlag einer Jury für den diesjährigen Preis der Stadt Krefeld für "Bürgerschaftliche Selbsthilfe" beschlossen. "Kallis Café" wird mit 1000 Euro bedacht, weil es sich seit über 20 Jahren um die Bedürfnisse obdachloser Menschen kümmert. Jeweils 500 Euro erhalten die anderen drei Preisträger bei der Verteilung des mit insgesamt 2500 Euro dotierten Preises. Dies sind die Ehrenamtler der Krefelder Familienhilfe für die Betreuung von Senioren und die Unterstützung von Familien in Not, die Bürgerin Dagmar Reinke-Stephann für ihr Engagement zur Verschönerung des Straßenbildes im Samtweberviertel und Karin Seemann, die sich seit vielen Jahren in der ehrenamtlichen Leitung von Sommerfreizeiten für sozialschwache Kinder engagiert.

Eine Jury, die unter Vorsitz von Oberbürgermeister Gregor Kathstede im Rathaus tagte, hatte dies dem Stadtrat vorgeschlagen. Der folgte jetzt dem Vorschlag, um das herausragende bürgerschaftliche Engagement zu würdigen. "Kallis Café" im Pfarrsaal der Oppumer Schutzengelpfarre hielt die Jury für preiswürdig, weil dort nicht nur seit Jahrzehnten jeden Sonntagmorgen ein kostenloses Frühstück für bedürftige Menschen mit und ohne Obdach bereitet wird, sondern ihnen auch ein geselliges Zusammensein und Unterstützung in allen menschlichen Belangen geboten wird. Dieses Angebot nutzen im Schnitt zwischen 40 und 50 Personen, um neben einem guten Frühstück bei Bedarf über Sorgen und Probleme sprechen zu können oder einfach nur zum geselligen Beisammensein.

Die Auszeichnung für die Ehrenamtler der Krefelder Familienhilfe erfolgt für das Engagement in vielfältigen Einsatzbereichen für Menschen aller Generationen. Zum einen ist dort einer der ältesten Seniorenclubs Deutschlands mit diversen vielfältigen Kursangeboten und Tagesausflügen aktiv. Zum anderen gibt es Unterstützung und Beratung für in Not geratene Familien. Mit einer Kleiderkammer und Vermittlung von Einrichtungsgegenständen oder mit Geschenken zu Weihnachten für Kinder aus einkommensschwachen Familien trägt die Familienhilfe außerdem dazu bei, die materielle Not zu lindern.

Dagmar Reinke-Stephann hat einige Nachbarn aktiviert, um mit großem Engagement die Verschönerung des Straßenbildes im Samtweberviertel zu verwirklichen. Sie sorgen für eine Bepflanzung der Straßenbeete und deren regelmäßige Bewässerung. Außerdem entfernen sie Müll und Hundekot. Mit diesen gemeinsamen Aktivitäten, zu denen wöchentliche Arbeitstreffen und auch eine Pflanzentauschbörse gehören, stärken sie "ganz nebenbei" auch noch den Zusammenhalt innerhalb der Nachbarschaft. Für den intensiven Einsatz im Sinne eines attraktiven Wohnumfeldes sprach sich die Jury für die Würdigung dieses ehrenamtlichen Engagements aus und erhofft sich damit auch, dass das Beispiel auch in anderen Nachbarschaften Schule macht.

Die Krefelderin Karin Seemann wird mit dem Preis gewürdigt, weil sie mit vollem ehrenamtlich Einsatz für die Leitung und Durchführung einer Sommerfreizeit für Kinder sorgt, denen sonst ein Urlaub verwehrt wäre. Mit jeweils 25 Kindern hat sie seit acht Jahren eine Ferienwoche in einem Schullandheim verbracht und ihnen so Gelegenheit gegeben, für kurze Zeit ihren Alltag hinter sich zu lassen und neue Eindrücke und Erholung in der Natur zu bekommen.

Die vier Preisträger sollen nach den Herbstferien im Rahmen einer Feierstunde im Rathaus geehrt werden.

Quelle: RP
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