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Krefeld
Verein Kirschkamperhof feiert 40-Jähriges

Krefeld. Der gemeinnützige Verein im Traarer Norden startete 1975 unter dem Namen "Christ Camp". Zum ersten Feriencamp kamen neun Kinder und Jugendliche. Heute sind es bis zu 130 pro Schulferienwoche. Von Jochen Lenzen

Ein amerikanischer Farmertag stand als Tagesthema auf dem Programm des Feriencamps auf dem Kirschkamperhof. "Teilnehmer haben sich wie Farmer gekleidet und sich beispielsweise im Reiten eines aufblasbaren Bullen erprobt, der durch Seile in wilde Bewegungen versetzt wird", sagt Simon Schild (35). Der Diplom-Sozialpädagoge ist Leiter des gemeinnützigen Vereins Kirschkamperhof, der jetzt seit 40 Jahren besteht.

1975 wurde der Verein als "Christ Camp" auf dem alten Hof am Luiter Weg im Norden Traars gegründet. "Das war die erste Einrichtung dieser Art, die die große Tradition der US-Sommercamps nach Deutschland geholt hat", erklärt Schild. Sieben Jahre lang hat der Verein mit Freiwilligen aus Deutschland und den USA den alten Bauernhof saniert und eingerichtet, bevor 1982 das erste Sommercamp mit damals neun Teilnehmern stattfand.

Heute kommen 120 bis 130 Gäste zwischen neun und 17 Jahren zu den jeweils einwöchigen Schulferiencamps Sie werden in bis zu 20 Gruppen mit festen, ehrenamtlichen Betreuern aufgeteilt, die sich aus ehemaligen Teilnehmern rekrutieren. In diesen Gruppen können die Gäste dann reiten, Bogen schießen, Tischtennis oder Fußball spielen oder - alle gemeinsam - ein Geländespiel machen. Hinzu kommen Angebote für kreatives Basteln und Gestalten sowie die Story Times; dabei werden Geschichten erzählt, die sich mit christlichen Werten befassen, und es wird gesungen.

2007 schloss sich der Verein der Evangelischen Jugend im Rheinland an, ist aber überkonfessionell ausgerichtet. 2012 wurde der Name in "Kirschkamperhof" geändert, um sich weiteren Interessenten zu öffnen.

Außerhalb der Ferien bietet der Verein auch dreitägige Komplettpakete für Schulfahrten bis zur 6. Klasse und für Konfirmandengruppen an - mit Programm, Unterkunft und Verpflegung. Die Teilnehmer kommen aus ganz NRW, aber auch darüber hinaus, und zwar weitestgehend durch Mund-zu-Mund-Propaganda von Lehrer zu Lehrer und von Pfarrer zu Pfarrer.

Auf dem Kirschkamperhof werden auch Tiere gehalten: drei Reitpferde, Hühner., eine kleine Herde Schafe und vier Schweine. Warum das so ist, verdeutlicht Simon Schild mit einer Anekdote: Einmal fragte ein kleiner Junge, was denn hier so gut rieche. "Das ist die Natur", antwortete die Lehrerin, woraufhin die der Junge sagte: "Ah, kenn' ich. Hab' ich schon mal im Fernsehn gesehen."

Quelle: RP
 
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