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Krefeld
Vereine dürfen bei der Umgestaltung des Ausländeramts mitreden

Krefeld. Verwaltungschef Frank Meyer gab beim "Fest ohne Grenzen" Organisationen mit entsprechenden Themenschwerpunkten eine Zusage. Von Sonja Stemes

Es sei ein "politisches Fest", erklärte Albert Koolen vom Bündnis Krefeld für Toleranz und Demokratie. Man wolle die "interkulturelle Identität unseres Stadtteils" präsentieren, ein Zeichen für Solidarität und gegen Rassismus setzen. Am Samstag fand ab 13 Uhr auf der Corneliusstraße - im Viertel rund um St. Joseph - bei hochsommerlichen Temperaturen bereits zum zehnten Mal das "Fest ohne Grenzen" statt. Verschiedene Stände lockten mit kulinarischen Spezialitäten aus zahlreichen Ländern, darunter Syrien, Sri Lanka, Portugal und Eritrea.

Doch auch aktuelle Krefelder Politik stand im Mittelpunkt der Veranstaltung: Oberbürgermeister Frank Meyer betonte in seinen Begrüßungsworten, dass Krefeld eine tolerante Stadt sei und die Veranstaltung einen wichtigen Beitrag gegen Fremdenfeindlichkeit leiste. Im anschließenden Gespräch mit Koolen meinte der Verwaltungschef, dass ihm, genauso wie dem Bündnis, eine Umgestaltung des städtischen Ausländeramtes wichtig sei. Ein entsprechendes Konzept solle bis Ende dieses Jahres stehen. "Vereine und Organisationen mit entsprechenden Themenschwerpunkten werden hier mit einbezogen", ergänzte der OB. Und er betonte, dass er bei dieser Konzeptausarbeitung auf jeden Fall "mit und nicht gegen die hiesige Ausländerbehörde" arbeiten wolle.

Informationen und Gespräche boten indes diverse Parteien, Organisationen und Vereine an. Natürlich spielte bei der Festivität auch Musik eine wichtige Rolle. Am Nachmittag erklang Hip-Hop und Gitarrenmusik. Am Abend betraten die Bands "Omnibus Prime" und "Firlefanz" die Bühne. Außerdem war die fünfköpfige syrische Gruppe "Lat" mit ihrem Sänger Aras Ibrahim zu hören.

Doch es gab nicht nur Musikalisches. Der Ghanaer Charles Takyi, Spieler beim KFC, berichtete von seinem Fußballer-Leben. Aufgewachsen in Berlin habe er im Anschluss in diversen Clubs gespielt und so viele Städte in Deutschland kennengelernt. "Ich kann sagen, dass ich glücklicherweise keinerlei Erfahrung mit Rassismus gemacht habe", sagte Takyi. Und Jungs, die gerne Fußballer werden wollen, gab er folgendes mit auf den Weg: "Gebt nicht auf, macht weiter, glaubt an euch! Denn wer hartnäckig bleibt, wird belohnt!"

Quelle: RP
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