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Krefeld
Verschubbahnhof: Arbeiten haben begonnen

Krefeld: Verschubbahnhof: Arbeiten haben begonnen
Eckart Preen, Frank Pflitsch, Wolfgang Johnen, Ralph Schneemann und Martin Linne (von links) stellten gestern den Gewerbepark Hochplateau vor. FOTO: TL
Krefeld. Der Projektentwickler Aurelis stellte gestern die 100.000 Quadratmeter große Fläche als Gewerbepark Hochplateau vor und läutete die Vermarktung ein. In wenigen Wochen soll die Erschließung als Baustraße fertiggestellt sein. Von Norbert Stirken

Auf dem 100.000 Quadratmeter großen Gelände am Alten Verschubbahnhof in Oppum erinnern nur noch die Gleise der entlangführenden Bahnstrecke an die Vergangenheit. Gestern fiel der Startschuss des Grundstückseigentümers Aurelis für die Zukunft des Areals mit dem Namen "Hochplateau". Die Stadt hat Bau- und Planungsrecht für ein Gewerbegebiet geschaffen, dass in der Stadt Krefeld eine Lücke schließen soll. Laut Industrie- und Handelskammer fehlen in den nächsten Jahren rund 300 Hektar für Industrie und Mittelstand. Insbesondere für Flächen in der Größenordnung um die 1500 Quadratmeter für Handwerker und Kleinbetriebe gebe es keine Reserve, sagte Eckart Preen, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft, gestern bei der Vorstellung des Projekts. Genau an diese Zielgruppe richte sich der Projektentwickler Aurelis mit dem Gewerbepark Hochplateau.

Derzeit werden dort seit rund 14 Tagen Kanäle für die Erschließungsstraße verlegt. Danach soll die Oberfläche für eine Baustraße hergestellt, der Erdaushub abtransportiert und entsorgt werden. Der Endausbau der Erschließung findet erst später statt. Rund 1,5 Millionen Euro investiert Aurelis in die Erschließungsstraße mit Wendekreis. Die Tiefe der Grundstücke zu beiden Seiten beträgt rund 50 Meter. "Interessierte können nach individuellen Wünschen quasi Straßenmeter kaufen. Das Mustergrundstück von 1500 Quadratmeter liegt entsprechend an 30 Straßenmetern", berichtet Vertriebsleiter Wolfgang Johnen. Ferner besteht die Möglichkeit, dass Aurelis sich auch um die Hochbauten kümmert und sie vermietet. "Das ist bei Handwerkern in der Regel aber nicht gewünscht", sagt Schneemann.

Stadtnah können Handwerker und Kleinbetriebe demnächst ihre Zelte im neuen Gewerbepark aufschlagen, der auf der grünen Fläche entstehen soll. FOTO: Brefort

Die Bruttofläche am Hochplateau beträgt 101.000 Quadratmeter. Zum Verkauf oder zur Vermietung stehen rund 60.000 Quadratmeter Nettobaufläche. Rund 15.000 Quadratmeter sind laut Projektleiter Ralph Schneemann für eine Zeitspanne von zehn Jahren an die Nord-Schrott GmbH & Co. KG aus Flensburg verpachtet. Dahinter verbirgt sich der Middelhoff Rohstoffhandel, der seit 1983 an der Stelle legierte Metalle prüft und sortiert.

19.000 Quadratmeter sind Grünflächen. Der Streifen zur Straße am Verschubbahnhof bleibt mit Bäumen und Sträuchern so, wie er sich heute schon darstellt - nur gepflegter. Reserviert entlang den Gleisen ist auch ein Streifen für die Krefelder Promenade, die eine Verbindung von Forstwald bis an den Rhein für Radfahrer, Inliner und Fußgänger zum Teil in Hochlage werden soll. Krefelds Planungsdezernent Martin Linne sieht jetzt die Gelegenheit, das seit Jahrzehnten in der Schublade schlummernde Vorhaben jetzt anzupacken und zu beginnen. "Entweder machen wir die Promenade jetzt oder beerdigen sie für immer", sagte der Beigeordnete gestern. Außer am Gewerbepark Hochplateau stehen Flächen an der neuen Feuerwache am alten Güterbahnhof für die Promenade zur Verfügung.

Quelle: RP
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