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Krefeld
Volksbank Krefeld baut ihre Marktanteile weiter aus

Krefeld: Volksbank Krefeld baut ihre Marktanteile weiter aus
Vorstandsvorsitzender Klaus Geurden, Fernsehmoderator Guido Knopp und Aufsichtratsvorsitzender Michael Gehlen (von links) auf der Mitgliederversammlung der Volksbank Krefeld im Seidenweberhaus. FOTO: TL
Krefeld. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen spricht Vorstandsvorsitzender Geurden von einem guten Geschäftsjahr 2016. Von Joachim Niessen

Die Mitgliederversammlung der Volksbank Krefeld im Seidenweberhaus war gut besucht, die Anwesenden zeigten sich mit dem Ergebnis zufrieden. "Das Jubiläumsjahr 2016 liegt erfolgreich hinter uns - ein Jahr, in dem die genossenschaftliche Idee von Selbstverantwortung und Selbsthilfe erneut aktiv gelebt wurde", betonte Vorstandsvorsitzender Klaus Geurden. Gastredner war der preisgekrönte Historiker, Bestsellerautor und Moderator der Fernsehreihe ZDF-History Guido Knopp, der kenntnisreich und spannend "Donald Trumps Amerika" analysierte.

Informativ berichtete der Bankchef über die erfolgreiche Entwicklung der Genossenschaft: "2016 war ein gutes Jahr für die Volksbank, ihre Mitglieder und Kunden. Trotz eines unverändert schwierigen Marktes konnten wir uns nicht nur behaupten, sondern auch Marktanteile im Kredit- und Einlagengeschäft ausbauen." Als Folge stieg die Bilanzsumme um fünf Prozent auf 1,7 Milliarden Euro. Es zahle sich eben aus, so der Vorstand, dass die Volksbank seit 125 Jahren verlässlicher und kompetenter Partner der Menschen und Unternehmen in der Region sei. Das Kreditvolumen, laut Geurden Herzstück der Bank, überschritt erstmals in der Bankgeschichte die Milliardengrenze und stieg um rund sieben Prozent auf 1,02 Milliarden Euro. Verantwortlich hierfür war vor allem das gute Neugeschäft im Wohnungsbaubereich und mit Firmenkunden. Der Vorstandsvorsitzende: "Die mittelständischen Unternehmen profitierten erneut von den guten Kreditzinsen, die wir als regionale Genossenschaftsbank zur Verfügung stellen können." Das gesamte Kreditvolumen, einschließlich der vermittelten Darlehen an Verbundpartner wie zum Beispiel die Bausparkasse Schwäbisch Hall, wuchs auf 1,6 Milliarden Euro (plus 5,6 Prozent).

Das Vertrauen der Mitglieder und Kunden in ihre Volksbank spiegele sich auch im Einlagengeschäft wieder: "1,3 Milliarden Euro haben die Menschen vor Ort bei uns angelegt", so Geurden. Die Einlagen wuchsen um 7,2 Prozent, dies sei die höchste Steigerungsrate in den vergangenen Jahren. Mit dem betreuten Vermögen der Kunden erreichte die Bank 2,2 Milliarden Euro (plus 7,1 Prozent). Die Volksbank habe erneut ihren Förderauftrag verlässlich erfüllt, stabile Erträge und einen Jahresüberschuss von 5,2 Millionen Euro erwirtschaftet, mit dem die Rücklagen gestärkt werden. Der Vorstandsvorsitzende verwies zudem auf die hohen Steuerzahlungen der Bank von 5,5 Millionen Euro sowie die Spenden in Höhe von 390.000 Euro für bürgerschaftliches Engagement. Die Idee der Genossenschaft sei nach wie vor hochattraktiv: Die Volksbank hat im vergangenen Jahr 1.862 neue Anteilseigner gewonnen, die Volksbankfamilie zählt nun 41.580 Mitglieder. Diese werden in 21 Geschäftsstellen von 350 Mitarbeitern betreut.

Aufgabe von Vorstand und Aufsichtsrat sei es, den genossenschaftlichen Förderauftrag wirtschaftlich nachhaltig und langfristig zu erfüllen. In diesem Zusammenhang stelle die Digitalisierung die Volksbank vor große Herausforderungen. Immer mehr Kunden nutzten inzwischen die elektronischen Möglichkeiten, um ihre Bankgeschäfte zu regeln. Als Folge sei die Nachfrage nach den Serviceleistungen der Bank in den Geschäftsstellen Leuth, Born und Tönisberg erheblich zurückgegangen.

Um dem geänderten Kundenverhalten gerecht zu werden, hätten sich Vorstand und Aufsichtsrat entschieden, diese Filialen zum 1. Dezember in Selbstbedienungsgeschäftsstellen umzuwandeln. Die Kunden würden zukünftig von ihren gewohnten Ansprechpartner in den nahegelegenen Filialen Kaldenkirchen, Brüggen und Hüls beraten und betreut. Gleichzeitig stellt Geurden klar: "Nach wie vor bekennen wir uns im Internetzeitalter jedoch ausdrücklich zu unseren Geschäftsstellen vor Ort und möchten mit den Ihnen bekannten Ansprechpartnern die Regionalität und Kundennähe erhalten."

Quelle: RP
 
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