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Krefeld
Vom veganen Marktstand zum Restaurant

Krefeld: Vom veganen Marktstand zum Restaurant
Kristina und Gerrit Mohr in ihrem neuen Restaurant Untervegs an der Dießemer Straße. FOTO: Thomas Lammertz
Krefeld. Gerrit und Kristina Mohr haben gestern in einem Hinterhof an der Dießemer Straße ihr Veganer-Restaurant "Untervegs" eröffnet. Dafür haben sie die Hälfte der ehemaligen Eigentümer-Villa hinter einem Garten umgebaut. Von Jochen Lenzen

Sie sind die Vorreiter der veganen Küche in Krefeld: Bis vor drei Monaten servierten Kristina und Gerrit Mohr die Kost ohne alle Tierprodukte anderthalb Jahre lang als erste Anbieter in Krefeld an den Stehtischen ihres Stands auf dem Krefelder Stadtmarkt am Behnisch-Haus. Nachdem sie diesen Stand verkauft haben, eröffneten sie gestern an der nördlichen Dießemer Straße ihr Restaurant namens "Untervegs".

Schon der Standort hat etwas Besonderes an sich: Um das Restaurant zu erreichen, geht man durch eine Toreinfahrt, die auf das von Hallen umgebenen Gelände eines ehemaligen Installationsbetriebs führt. Man passiert den Friseursalon der "Schnitt-Schwestern", bevor es links in den neu gestalteten Garten der ehemaligen Eigentümer-Villa geht. Dahinter liegt das Restaurant neben dem ebenfalls neu eröffneten Tattoo-Studio "Seven Eleven", das sich die Fläche der im Jahr 1960 errichteten Villa mit den Mohrs geteilt hat. Den Garten teilen sich die drei genannten Betriebe, deren Inhaber miteinander befreundet sind.

In den vergangenen beiden Monaten haben Kristina und Gerrit Mohr auf knapp 100 Quadratmetern für Gastraum und Küche ihren Teil der Villa eingerichtet: Die von einem Freund gebauten Tische, Stühle und Bänke auf den polierten Solnhofer Platten bestehen aus weiß lackiertem Stahl und naturfarbenem Holz. Etwa 40 Gäste finden daran Platz. Das Ambiente wird von einem offenen, steinernen Kamin bestimmt. An den Wänden in Weiß und warmem Grün hat das Gastronomen-Ehepaar zahlreiche Bilder aufgehängt. "Ja, das sind kitschige Motive in den barocken Rahmen", sagt der 38-jährige Inhaber Gerrit Mohr. Sie kontrastieren mit den modernen Bildern, die einfach nur Alltagsgegenstände zeigen. Daneben fällt die heimelige Nische auf, in der ein Tisch für sechs Personen untergebracht wurde. Und gleich am Eingang stehen neben der Theke aus recycelten Gerüstbohlen zwei gemütliche alte Sessel mit Blumenmuster und direktem Blick auf den Garten. "Die haben wir von unserer Haus-Omi geerbt", sagt die 40-jährige Gastronomin.

Eine feste Speisenkarte gibt es nicht. Stattdessen bietet Kristina Mohr, die für die Küche verantwortlich zeichnet, wöchentlich wechselnde Gemüsegerichte, Suppen und Salate - immer ohne Fleisch, Eier, Butter, Milch Sahne und Honig - sowie natürlich das vegane Gyros-Pita, das sie im Spiel mit den Silben "Roswita" genannt haben und schon auf dem Stadtmarkt der absolute Renner war. Und auch bei den Getränken achten die Gastronomen auf die Herkunft. "Auch unsere Weine sind vegan!"

Quelle: RP
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