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Serie Krefeld Und Seine Stadtteile
Vorbild für weitere Neubau-Gebiete

Serie Krefeld Und Seine Stadtteile: Vorbild für weitere Neubau-Gebiete
Die Anlage der Punkthäuser mit viel Freiraum für Grün hat die Gartenstadt erheblich aufgewertet. FOTO: Tomas Lammertz
Krefeld. Die Anlage der sieben Punkthäuser mit zentralem Treppenhaus und Aufzug besticht durch durchgängige Grünflächen mit Rasen, Bäumen, Sträuchern und Hecken. Von Jochen Lenzen

Die Gartenstadt wird seit Anfang des Jahres ihrem Namen noch ein gutes Stück gerechter: Die Wohnstätte AG hat dort unter anderem zwischen Akazien- und Pappelstraße seit 2013 sieben hoch moderne, freistehende so genannte Punkthäuser errichtet. Die Architektursprache erinnert an die des Bauhaus-Stils. Zwischen den Häusern wurden großzügige Grünflächen mit Rasen, Bäumen, Sträuchern und Hecken angelegt. Autos finden nur noch an den Rändern angrenzender Straßen oder in der neuen, rund 70 Stellplätze bietenden Tiefgarage Platz.

Punkthäuser haben diesen Namen, weil das Treppenhaus jeweils im Zentrum der Gebäude liegt und vier bis fünf Wohnungen pro Geschoss an den Aufzug angebunden werden, damit die Betriebskosten moderat ausfallen.

Politiker und Planer haben die Punkthäuser und ihr Umfeld schon so beeindruckt, dass sie diese Anlagen als Beispiel für künftige Wohnbauflächen in Fischeln und am Zoo ins Gespräch gebracht haben. An der Herbertzstraße in Oppum werden in diesem Jahr sogar schon vier Punkthäuser mit 50 Wohnungen realisiert; für einen späteren Zeitpunkt besitzen die Planer die Option, dort vier weitere dieser Häuser zu errichten. Die sieben Punkthäuser in Gartenstadt mit jeweils drei Geschossen plus Staffelgeschoss bieten 102 barrierefreien Wohnungen in Größen zwischen 56 und 80 Quadratmetern. Die Wohnungen verfügen über Terrassen, Balkone oder Dachgärten. Geheizt wird mit Fernwärme; der Müll wird unter der Erde in Unterflurcontainern entsorgt.

Die Wohnstätte hat in Gartenstadt allein in die sieben Punkthäuser sowie zehn benachbarte Einfamilienreihenhäuser zur Vermietung an Pappel- und Platanenstraße sowie Akazienweg und für die Sanierung von 72 Wohnungen an der Breslauer Straße rund 29 Millionen Euro investiert. Für weitere gut zehn Millionen Euro werden in diesen Monaten - ebenfalls an der Breslauer Straße - ein 800 Quadratmeter Verkaufsfläche umfassender Supermarkt und darüber beziehungsweise daneben in zwei Neubaukörpern 36 öffentlich geförderte Wohnungen gebaut. In diesen Tagen wurde gerade das seit langem leerstehenden Hotel-Restaurant (vormals Rhenania-Quelle) abgerissen, um einem Parkplatz für den Supermarkt Platz zu machen.

Mit diesem Projekt werden 2018 nach insgesamt sechs Jahren die Investitionen der Wohnstätte in Höhe von 46 Millionen Euro in Gartenstadt abgeschlossen sein.

Quelle: RP
 
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