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Krefeld
Vorsicht: Automarder unterwegs

Krefeld. Die Krefelder Polizei rät: Autos immer ausräumen, kein Geld liegenlassen.

Seit einigen Wochen werden in Krefeld vermehrt Autos aufgebrochen. Häufig ist die Beute nicht hochwertig, der Schaden am Fahrzeug jedoch groß. Autofahrer können selbst etwas tun, um nicht Opfer einer solchen Straftat zu werden.

Automarder treiben aktuell unter anderem im Bereich Bockum, Stadtwald und Hüls ihr Unwesen. Zumeist wurden am helllichten Tag die Scheiben der Autos eingeschlagen. Immer wieder betroffen sind auch Autos, die auf Parkplätzen von Friedhöfen oder Ausflugszielen stehen.

Die Diebe nehmen alles mit, was sichtbar im Auto liegt. Aber auch vermeintlich gut versteckte mobile Navigationsgeräte unter Sitzen, Decken oder im Handschuhfach werden schnell gefunden. Eine an der Windschutzscheibe verbliebene Halterung weist auf lohnende Beute hin. Thorsten Tobies, Leiter des zuständigen Kommissariats bei der Krefelder Polizei, erzählt von einem Fall, der ihm besonders im Gedächtnis blieb. Ein geschnappter Auto-Aufbrecher gab an, er habe die Seitenscheibe eines Autos eingeschlagen, weil ein Zehn-Euro-Schein "einladend" auf dem Armaturenbrett lag. Für den Mann war diese Tat völlig logisch, obschon sie in keinem Verhältnis zum angerichteten Schaden stand. "Wenn ich's nicht nehme, tut's ein anderer", erklärte der Täter der Polizei.

Der erfahrene Kriminalist Tobies rät deswegen: "Lassen Sie nichts sichtbar im Fahrzeug liegen. Parken Sie in hellen, belebten Bereichen. Achten Sie beim Verschließen des Fahrzeugs darauf, dass die Zentralverriegelung auch tatsächlich einrastet. Notieren Sie die Individualnummern von Navigationsgeräten, Handys, Tablet-PCs etc. - so kann Ihr Eigentum später identifiziert werden."

Ein wichtiger Hinweis: Gegenstände aller Art sind grundsätzlich im Auto nicht versichert. Daher gilt, so Tobies: "Räumen Sie Ihr Auto aus, bevor es andere tun."

(bk)
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