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Krefeld
Warum Krefelder Florian Silbereisen mögen

Krefeld: Warum Krefelder Florian Silbereisen mögen
Akkordeon trifft Geige: Florian Silbereisen und Violinistin Joanna Suchon sorgen für Stimmung, die im ersten Teil das Publikum mitriss, während sich der zweite Teil des Abends doch arg in die Länge zog. FOTO: T. Lammertz
Krefeld. Gekonnt und sympathisch führte der Volkslied-Barde im König-Palast die 2600 Gäste durch den Konzertabend. Das Gesamtkonzept aus einer Mischung von Unterhaltungsshow und genreübergreifendem Konzert konnte überzeugen. Von Marie Huppert

DJ Ötzi, Voxxclub, No-Angels-Sängerin Lucy und nicht zu vergessen Florian Silbereisen vereint in einer Show: Für Nicht-Fans der Volksmusik hört sich das zunächst wenig begeisternd an. Doch am Ende des Abends mit dem Titel "Das Fest der Feste 2015 - die Party geht weiter" lagen die Veranstalter mit ihrem Motto "Volksmusik macht Spaß, auch wenn's nicht jeder zugibt" gar nicht so falsch.

Fotos: Helene Fischer – Atemlos, Schlagerstar, Bambi-Preisträgerin FOTO: dpa, dan wst ent

"Ich war positiv überrascht", sagte Petra Schlangen, die das Weihnachtsgeschenk für ihre Tochter, einen Silbereisen-Fan, einlöste. Für sie war der Star des Abends im König-Palast ganz klar Florian Silbereisen selbst. Das lag vor allem an seiner Leistung als Gastgeber, der gekonnt und sympathisch durch den Abend führte. Seine mit dem Akkordeon vorgetragenen Lieder im erwartbaren, typischen Volksmusikstil waren - so ist das nun mal - nicht unbedingt jedermanns Geschmack.

Dagegen waren die Songs von Voxxclub erstaunlich nah an modernem Pop. Gassenhauer wie "Anton aus Tirol" von DJ Ötzi regten tatsächlich zum Mitsingen an. Der Pluspunkt hier: Jeder kannte die Lieder, ob von Après-Ski-Partys oder vom Karneval. Da kamen tolle Erinnerungen auf - und das belegte auch die Stimmung, die im ersten Teil der Show wirklich gut war. "Bis jetzt ist alles klasse, die Stimmung ist toll, so kann's gern weiter gehen", sagte beispielsweise Maria Dieregsweiler.

Die Promis beim Oktoberfest 2014 FOTO: dpa, hoe

Silbereisen und Co. sangen nicht nur deutsche Lieder, sondern auch viele englische und sogar italienische und russische - diese Kombination aus typischer Volksmusik, Party-Hits, wie denen von DJ Ötzi, und Klassikern wie "I will survive" machten den Reiz der Show aus. Für Gänsehaut-Stimmung sorgte die im zweiten Teil der Show vorgetragene Interpretation von "Totale Finsternis" aus dem Musical "Tanz der Vampire". Hier performten Lucy, Silbereisen und Voxxclub gemeinsam.

Sonst waren es nach der Pause eher langsame und ruhige Stücke, die ihren Höhepunkt in dem Schlaflied "Guten Abend, gute Nacht" fanden, das Lucy vortrug. Doch das Stück wollte nicht so recht zu der Power-Frau Lucy passten, trug auch nicht eben dazu bei, die müder werdenden Zuschauer wieder aufzuwecken. Auch machte sich nun deutlich bemerkbar, was im ersten Teil noch durch die gute Stimmung verborgen geblieben war: Bei rund 2600 Karten verkauften Karten war zwar der Innenraum voll, die Ränge jedoch nur spärlich besetzt.

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Je später der Abend wurde, desto schwerer hatten es die Künstler, die Leute zu animieren. Gegen halb elf kam immer öfter der Gedanke auf, es müsse doch bald mal Schluss sein. Nach fast dreieinhalb Stunden Show war es schließlich soweit: Ein letztes Mal "Oh wie ist das schön" und alle Zuschauer strömten zu den Ausgängen.

Auch wenn die Show im Abgang schleppend war - das Gesamtkonzept aus einer Mischung von Unterhaltungsshow und genreübergreifendem Konzert hatte die meisten überzeugt. Katrin Scheuner, mit Tochter und Enkelin da, freute sich: "Es war noch besser als erwartet." Und auch die Enkelin musste zugeben, dass es doch gar nicht so schlimm und das Motto durchaus richtig gewählt war: "Volksmusik macht Spaß, auch wenn's nicht jeder zugibt."

Quelle: RP
 
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