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Krefeld
Was Krefelds beste Vorleser gerne lesen

Krefeld: Was Krefelds beste Vorleser gerne lesen
Die besten Vorleser trafen sich gestern zum Stadtentscheid in der Mediothek. Christopher Gietz, Aaron Schröter, Zourahia Adamou, Hannah Hendricks, Jule Baving, Ronja Schleifer, Sophie Ott, Alina Bädker, Ceyda Karaca, Jamal Max Hoeren, Hendrik Akyel, Reni Lenzen, Kaimi Fohrer, Alisha Agho und Marc Spandick. Die besten Drei sitzen auf der Treppe: Siegerin ist Helene von Schaper (mitte), vor ihr Elyssa Lahmar und hinter ihr Marlon Killa. FOTO: Thomas Lammertz
Krefeld. Helene von Schaper ist Krefelds beste Vorleserin. Beim Regionalentscheid im Vorlesewettbewerb hat sie sich gestern in der Mediothek gegen 17 weitere Schulsieger durchgesetzt. Den Wettbewerb organisiert der Börsenverein des Deutschen Buchhandels seit 1959. Die Lieblingsbücher der Schüler haben sich seither verändert. Von Petra Diederichs und Linda Schumilas

Manchmal reichen kurze Textpassagen, um sich für ein Buch zu begeistern. Als Helene von Schaper Andreas Steinhöfels Jugendbuch "Rico, Oskar und das Herzgebreche" bei einem Klassenkameraden hörte, war ihr klar: Das wird ihr Buch für den Vorlesewettbewerb. Und es brachte ihr Glück - zunächst musste sie zwar ins Stechen und ebenso wie Marlon Killa und Elyssa Lahmar noch eine Passage aus einem ihnen unbekannten Text, Kirsten Boies "Der Junge, der Gedanken lesen konnt", lesen. Dann hatte sie den Sieg und darf nun beim Bundesentscheid für Krefeld antreten.

18 Sechstklässler, die jeweils die besten ihrer Schule im Vorlesen waren, traten zum Stadt-Wettbewerb in der Mediothek an und gaben ein buntes Bild von Literatur, die Schüler heute interessiert. Und das sind vor allem zwei Themen: das Leben mit Familie, Schule und ganz normalen Sorgen oder eben hochspannende Abenteuer mit Fantasiege-stalten.

Wie witzig Textaufgaben sein können - wenn man sie aus der richtigen Perspektive betrachtet - zeigte Marlon Killa mit Hans-Jürgen Feldhaus' "Echt abgefahren". Die Pointen knallten, und mancher im Publikum will nun sicher mehr lesen. "Wir haben alle vorgestellten Bücher zur Ausleihe", sagte Petra Düro-Förster von der Mediothek.

Frühere Mädchengenerationen verfolgten die Abenteuer der Zwillinge Hanni und Nanni. Heute begeistern sich junge Leser immer noch für Internatsabenteuer. Zum Beispiel auf der Zauberschule Hogwarts mit J.K. Rowlings "Harry Potter", bei Eulen, die sich zu kauzigen Rittern ausbilden lassen (Kathryn Lasky, "Die Legende der Wächter"), oder rivalisierenden Cliquen wie in Beate Döllings "Der Sommer, in dem wir alle über Bord gingen".

Und natürlich war in der Mediothek auch Geisterstunde. Cornelia Funkes "Gespensterjäger" wurden aktiv, Monster erwachten zum Leben in Gitty Daneshvaris "Monster High - Talentshow um Mitternacht" und kampflustige Katzen wie Erin Hunters "Warrior Cats" zeigten Krallen. Von Patchworkfamilien lasen Christopher Gietz (Julia Breitenöder, "Ich muss leider draußen bleiben") und Hendrik Akyel. In seinem Vorlesebuch "Affenbruder" von Kenneth Oppel gibt es exotischen Familienzuwachs: einen Schimpansen, der Zeichensprache lernen soll.

Seit 57 Jahren lobt der Börsenverein des Deutschenbuchhandels alljährlich diese Vorlesemeisterschaften aus. Mehr als 600.000 Kinder aus allen Schulformen treten dazu an. In Krefeld waren 18 Schulen vertreten. Für alle Beteiligten gab es gestern Urkunden und Buchpräsente - und für viele auch Anregungen für ihre nächste Lektüre. Zum Beispiel, was es mit dem Laptop des Dädalus auf sich hat - und wozu Halbgötter überhaupt neueste Technik benötigen - wie in "Helden des Olymp" von Rick Riordan.

Quelle: RP
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