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Krefeld
Weihnachtsendspurt in der Krefelder Innenstadt

Krefeld: Weihnachtsendspurt in der Krefelder Innenstadt
Der verkaufsoffene Sonntag entspricht hinsichtlich der Besucherzahlen voll und ganz den Erwartungen", so Christoph Borgmann, Leiter der Werbegemeinschaft. FOTO: Lammertz Thomas
Krefeld. Der dritte Advent bot die Gelegenheit zum Bummeln und Einkaufen. So kurz vor dem Fest bescherte der verkaufsoffene Sonntag den Krefelder Einzelhändlern Sonntag ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk. Von Bianca Treffer

Tendenziell ist der dritte Adventsamstag immer einer der stärksten Verkaufstage im Dezember. Der verkaufsoffene Sonntag reihte sich nahtlos ein. "Es ist sehr gut gelaufen. Ich glaube, dass der Einzelhandel insgesamt ganz zufrieden ist. Die Stadt ist proppenvoll, genauso, wie es sein sollte. Wir haben dazu perfektes Wetter für einen Einkaufsbummel. Der verkaufsoffene Sonntag entspricht hinsichtlich der Besucherzahlen voll und ganz den Erwartungen", sagte Christoph Borgmann, Leiter der Werbegemeinschaft Krefeld.

Zahlreiche Besucher bummelten durch die Innenstadt und nutzten den Sonntag außer der Reihe zum Einkaufen mit sichtlich guter Stimmung. Verkaufstüten tragend schoben sie sich durch die Straßen, guckten, verglichen und kauften. Wobei Zwischenstopps an Glühweinständen und den gastronomischen Büdchen beliebt waren. Ein weiteres Highlight: Um 15 und 16 Uhr gab es am Schwanenbrunnen unter Leitung von Maike Neunast von der Krefelder Musikschule jeweils ein gemeinsames Weihnachtssingen.

"Krefeld mit Weihnachtsbeleuchtung und Weihnachtsdorf ist immer ein netter Ausflug für den dritten Adventssonntag. Wir haben gemütlich gefrühstückt, die Kinder bei den Großeltern geparkt und sind losgefahren", sagte Werner Pauls. Susanne Stolten hatte den Eindruck, dass es voller war als im vergangenen Jahr. "Ich nutze diesen Sonntag immer gerne. Diesmal habe ich den Eindruck, dass mehr Menschen auf die Idee gekommen sind", bemerkte die junge Frau. Ihre Vermutung: Vielen ist klargeworden, dass der vierte Advent zeitgleich Weihnachten ist und der kommende Samstag damit weniger zum Einkaufen von Weihnachtsgeschenken geeignet ist, sondern vielmehr zum Besorgen von Lebensmitteln für die Feiertage genutzt wird.

Von einem gemütlichen Anlauf, der sich im Laufe des Tages gesteigert hat, sprach gestern Esther Stelkes vom gleichnamigen Strumpfmodengeschäft. "Es war am Samstag voll und es ist heute voll. Aber nach meinem Empfinden erreicht es nicht den Stand vom vergangenen Jahr", meinte hingegen Kisten Scholten von Oil & Vinegar. Sie sieht nach mehreren Kundengesprächen eine eindeutige Problematik und die heißt Parkplätze. Sie spricht von einem städtischen Problem, an dem nicht gearbeitet wird. Es gibt zu wenig Parkplätze, dazu kommen die aktuelle innerstädtische Baustellenproblematik und die Tatsache, dass Parken in Krefeld nicht gerade billig ist. "In Moers, wo wir ein zweites Geschäft betreiben, können die Kunden den ganzen Tag für zwei Euro parken. Hier zahlt man die Summe für eine Stunde. Krefeld hat Potenzial. Der Weihnachtsmarkt ist auf einem guten Weg, der Einzelhandel gibt sich Mühe, aber wir brauchen auch entsprechend begleitende Stadtplanung", betonte sie. Ercüment Ak sprach indes von einem sehr starken November. Dieser Monat wäre einer der stärksten in den letzten zehn Jahren gewesen. "Der Schwung lief mit in die erste Dezemberwoche, dann wurde es ruhiger. In der zweiten Woche haben wir verloren", sagte der Geschäftsführer bei SinnLeffers und Vorstandsmitglied der Werbegemeinschaft Krefeld.

Dies führte er insbesondere auf das Wetter zurück. Der Schneefall und die damit eingehenden Straßenverhältnisse hätten viele Menschen daheim bleiben lassen. Am dritten Adventswochenende sei es hingegen bereits am Freitagnachmittag bergauf gegangen. "Unser verkaufsoffener Sonntag war stärker als 2016. Wir hatten am späteren Nachmittag deutliche Zuwächse. Die Innenstadt war überfüllt und die Geschäfte voll. Wir können feststellen, dass die Sonntage generell besser angenommen werden", sagte Ak. Eins ist klar, es gab am Sonntag einen großen Besucherschwung, bevor die letzte Woche vor Weihnachten an den Start geht.

Quelle: RP
 
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