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Krefeld
Weltklasse-Hockey zu Gast in Krefeld

Krefeld: Weltklasse-Hockey zu Gast in Krefeld
Chef-Organisator Robert Haake, OB Frank Meyer und CHTC-Vorsitzender Dirk Wellen mit dem Ankündigungsplakat. FOTO: chtc
Krefeld. Wenn am 9. und 10. Juni das Final-Four-Turnier im Hockey auf der Sportanlage des CHTC an der Hüttenallee steigt, dann wird den Zuschauern nicht nur Weltklasse-Sport, sondern auch viel Programm geboten. Von Sven Schalljo

Es ist fraglos eines der größten Sportevents, die in den vergangenen Jahren überhaupt in Krefeld stattfanden: das Final-Four-Turnier im (Feld-)Hockey am 9. und 10. Juni dieses Jahres. "Es ist eine Veranstaltung von sportlich enormem Wert. Hockey ist noch deutlich vor Fußball die erfolgreichste Mannschaftssportart Deutschlands. Und beim Turnier werden viele A-Kader-Athleten dabei sein", hebt Hans-Werner Sartory, einer der Organisatoren des Events, den sportlichen Wert der Veranstaltung hervor. Die jeweils besten vier Mannschaften der Hockey-Bundesliga bei den Damen und den Herren ermitteln dabei den Deutschen Meister.

Doch allein auf die sportliche Wertigkeit wollen die Vertreter des Bundesligisten das Turnier nicht beschränken. "Wir wollen eine Veranstaltung für alle Krefelder ausrichten. Es wird ein Event rund um die Hüttenallee. Wir wollen ein kleines Dorf aufbauen, die Straße wird von Samstagvormittag an gesperrt. Es wird eine Flaniermeile geben. Wir hoffen auf viele Besucher, die einfach bei hoffentlich schönem Wetter mal vorbeischauen und den Flair mitnehmen", sagt Robert Haake, der Clubmanager des Vereins und federführend in der Organisation des Turniers.

Interessant für alle Gelegenheitszuschauer ist dabei, dass Besucher auch große Teile der Veranstaltung besuchen können, ohne eine Eintrittskarte zu erwerben. "Das Dorf mit dem Catering und vielen Dingen rund um das Turnier selbst wird frei zugänglich sein. Erst im Tribünenbereich finden Ticketkontrollen statt", erläutert Haake, der in Krefeld vor allem als Geschäftsführer der Krefeld Pinguine Bekanntheit erlangte und sich hier einen guten Ruf in der Stadt erwarb.

Besonders heben die Verantwortlichen auch die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Krefeld hervor. Schon vor der Bewerbung hatte es einen engen Austausch mit dieser gegeben. Dabei signalisierten alle relevanten Fachbereiche ihre Unterstützung. "Das hat uns so beeindruckt, dass wir uns entschieden haben, das Stadtwappen in das offizielle Logo der Veranstaltung zu integrieren. Das ist ein absolutes Novum. Normal findet sich hier ein Hauptsponsor. Wir sehen es als Dankeschön an die Stadt, aber auch als Signal, dass wir eine große Party für alle Krefelder organisieren wollen", sagt Haake. Einziger Wermutstropfen: Derzeit sieht es danach aus, dass der Veranstalter selbst nicht teilnehmen wird. Nach der Niederlage in Hamburg am Wochenende findet sich der CHTC eher im Abstiegskampf wieder und ist von den Top-vier weit entfernt. Fast sicher dabei sein wird Rot-Weiß Köln. "Ich gehe davon aus, dass sie sich in zwei Wochen qualifizieren. Sportlich wäre das hervorragend. Sie brächten immerhin neun A-Kader-Spieler mit", erläutert Mitorganisator Sartory. Auch für Krefelds Dauerrivalen Uhlenhorst Mühlheim sieht es gut aus. Beides wäre hervorragend für das Zuschauerinteresse. Bislang sind bereits 1048 Tickets, fast alle für beide Tage, verkauft. Ziel ist die Marke von 6.000 Tageskarten. Damit ist schon gut ein Drittel (die Wochenendtickets zählen jeweils für beide Tage, sind also faktisch gut 2000 Tageskarten) abgesetzt, bevor auch nur ein Teilnehmer feststeht. Organisatorisch ist viel zu bewältigen. Da Parkplätze an der Anlage knapp sind, entschieden die Planer, dass im Umkreis nicht geparkt wird. Genutzt wird der Parkplatz am Elfrather See mit rund 2000 Plätzen. Von dort werden Shuttlebusse der SWK eingerichtet. "Wir bitten alle Krefelder, mit dem Rad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen. Die Anbindung mit dem Bus ist sehr gut. Die nutze ich selbst täglich", sagt Sartory.

Es ist das erste Mal, dass ein solches Finalturnier in Krefeld stattfindet. Zuletzt in NRW gab es das Event 2010 in Düsseldorf. "In den beiden vergangenen Jahren war es in Mannheim, davor in Hamburg. Wir bieten etwas Besonderes für die Region", stellt Haake fest. Der CHTC möchte mit der Stadt, deren Unterstützung nicht finanziell sein wird, eine Veranstaltung auf die Beine stellen, die Weltklasse-Sport bietet, aber vor allem allen Krefeldern etwas bietet. Die Motivation aller Beteiligten ist spürbar, auch wenn das Heimteam wohl nicht dabei ist.

Quelle: RP
 
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