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Zum Tage
Weltkrieg gegen die Natur

Krefeld. Ein kranker Mann hat beschlossen zu sterben. Er reißt durch einen Flugzeug-Absturz viele Menschen mit sich in den Tod, die dem hilflos ausgeliefert sind. Was folgt ? Eine beinahe gespenstische Debatte über Schlösser an Cockpit-Türen und die Einschränkung der ärztlichen Schweigepflicht.

Damit vermeidet man geflissentlich, sich dem Grundproblem zu stellen. Obwohl durchgeknallte, skrupellose Piloten doch als japanische Kamikaze-Flieger im Pazifik und amerikanische Massenmörder über Hiroshima und Nagasaki schon vor 70 Jahren auffällig wurden.

Man will nicht eingestehen, dass spätestens jetzt weitreichende Konsequenzen gezogen werden müssen: Irgendwelche Geisteskranken, die bei ihrem Selbstmord auch andere Menschen umbringen wollen, wird es leider immer geben. Und die Erfahrung gerade der letzten Jahre lehrt: Wohl auch immer mehr.

Aber genau das schließt zukünftig jede Nutzung von Technologien aus, die fehlerfreie Anwender erfordern - wie etwa die der Kernkraft ! Es darf zum Beispiel keine Verhandlungen mehr darüber geben, ob dem Iran Atombomben oder nur zivile Anwendungen der Uran-Anreicherung ermöglicht werden: ALLE Staaten müssen sich künftig vollkommen vom Gebrauch der Nuklear-Energie trennen! Denn auch deren "friedliche" Nutzung bedeutet Weltkrieg gegen die Natur: Denken wir nur an Tschernobyl und Fukushima. Oder eben das noch ungleich größere Risiko eines atomaren Massenselbstmords. Flug 9525 zeigt unerbittlich, was geschieht, wenn jemand sich selbst an die Stelle Gottes setzen will. Dabei starben "nur" 150 Menschen. Irgendwann können es Millionen sein...

CORNELIUS SCHMIDT

Quelle: RP
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