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Krefeld
Wende: Sportplatz Appellweg wird nicht bebaut

Krefeld. Die Stadtverwaltung rückt von ihrer Haltung ab, den Sportplatz am Appellweg bebauen zu wollen. Nach der Fehleinschätzung, dass die Spielfläche für rund 20 Jugendmannschaften des KTSV Preußen Krefeld entbehrlich sei, vollzieht sie nun nach massiven Protesten eine Kehrtwende. Wie die Stadt gestern auf Anfrage unserer Redaktion bestätigte, soll der Ascheplatz für den Sportbetrieb erhalten bleiben. Der so genannte Tennenplatz und auch die Laufbahn der benachbarten Hubert-Houben-Kampfbahn hätten sogar bereits eine neue Schicht aus Asche erhalten. Weitere Sanierungsmaßnahmen, so ein Stadtsprecher, seien jedoch nicht vorgesehen. Weiter im Fokus der Planer stehen allerdings die über Jahre vernachlässigten Flächen mit einer Sporthalle und Tennisplätzen. Dort will die Kommune eine sechsgruppige Kindertageseinrichtung bauen. Von Norbert Stirken

Anlass für Unruhen im Verein und in der Nachbarschaft bot die beabsichtigte Änderung des Bebauungsplans 214. Das ursprüngliche Ziel bestand darin, Textpassagen zu entfernen, die geeinet waren, den Charakter des Wohnquartiers durch Verdichtung negativ zu verändern. Doch dann schossen die Planer offenbar übers Ziel hinaus, sahen in dem Sportplatz ein willkommenes Areal, um 26 Einfamilienhäuser zu bauen.

Wahrscheinlich werde das Thema am 26. November im Planungsausschuss wieder auf der politischen Tagesordnung stehen, erklärte ein Stadtsprecher. Mit der Abkehr von der Absicht, den Sportplatz zu bebauen, tauchen neue Probleme auf. Ein Gutachten muss klären, inwieweit die sportliche Nutzung des Tennenplatzes Lärm verursacht. Im Vorfeld war bereits von einer 4,50 Meter hohen Lärmschutzwand die Rede. Die vorliegende Expertise stammt aus dem Jahr 2007. Es müssen noch Untersuchungen ergänzt werden. Ferner sind der Stadt am Standort Altlasten bekannt -Schwermetalle und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK).

Quelle: RP
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