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Krefeld
Wie aus Musikern Sportfreunde wurden

Krefeld: Wie aus Musikern Sportfreunde wurden
Auf der Brücke mit dem heimatlichen Wappen haben sich die Sportfreunde Uerdingen zum Foto aufgestellt. FOTO: Sportfreunde
Krefeld. Vor 25 Jahren gründeten sich die "Sportfreunde Uerdingen" als Fußball-Abteilung der "Spielfreunde Uerdingen". Von Frank Langen

Eigentlich begann alles ganz formlos Ende der 80er Jahre, als Mitglieder des Tambour- und Fanfarenkorps Spielfreunde Uerdingen auf die Idee kamen, sonntags morgens im Stadtwald auf der Wiese ein bisschen zu kicken. Mit Taschen wurden die Tore markiert und Mannschaften gewählt, die auch ohne Schiedsrichter auskamen. Aus dem Spaß wurde das sportliche Treiben dann allmählich ein weiteres Hobby für die Musiker, die ab 1992 sozusagen als Fußball-Abteilung der Spielfreunde auftraten. Wenig später fand man mit dem Bolzplatz an der Traarer Straße eine neue Spielstätte. Im gleichen Jahr noch spielte diese Formation zum ersten Mal im Europapokal der Hobby- und Freizeitmannschaften in Osnabrück. Zu dieser Zeit befand sich die Mannschaft im Aufbau, was sich in wenig erfolgreichen Resultaten zeigte.

Ein Jahr später nahmen die Spielfreunde an einem Turnier in Saarbrücken teil, wo sich zugleich der erste Erfolg einstellte. Die Fußballmannschaft verringerte sich allerdings zahlenmäßig, weil eine Hälfte der Aktiven zur Musik zurückkehrte. Zu oft kollidierten die sportlichen Termine mit den Auftritten der Spielfreunde. 1996 folgte dann die Umbenennung: Die Mannschaft nannte sich fortan "Sportfreunde Uerdingen". "Wir hatten ja damals hinten auf unseren Trikots ,Spielfreunde' stehen und um bei der Umbeflockung die Kosten so gering wie möglich zu halten, sind wir auf den Namen ,Sportfreunde' gekommen", erklärt Christian Horn, der von 2007 bis 2014 dem Fußballverein vorstand; seit 2009 bis heute ist er aber auch Vorsitzender der Spielfreunde.

In dieser Funktion sorgte Horn dafür, dass es am 1. Mai für die Spielfreunde keine Auftritte gab, da dieser Tag ein fester Termin für ein Fußball-Turnier für Karnevals- und Bürgerschützenvereine ist. Im Jahr 2000 gab es das erste selbst ausgetragene Kleinfeldturnier auf der Bezirkssportanlage Gartenstadt/Elfrath. Seit 2011 findet dieses Turnier mit acht bis elf Mannschaften jährlich am Rundweg statt.

Vor neun Jahren wechselten die Sportfreunde ihren Trainingsort. Auf der freien Rasenfläche am Elfrather See treffen sie sich jeden Samstag zwischen 12 und 14 Uhr, um gelegentlich auch mal mit anderen Mannschaften zu kicken. Und wenn es doch mal zeitgleich einen Auftritt für die Musiker gibt, dann wird das Training nach vorne verlegt. "Die Verbundenheit mit den Spielfreunden ist noch da", sagt Thomas Rütten, der als einziges Gründungsmitglied noch übrig geblieben ist. 19 aktive Spielern und 42 passive Vereinsmitglieder zählen die Sportfreunde derzeit, die sich auch gerne in ihrem Stadtteil engagieren, wenn deren Hilfe gebraucht wird. Am Samstag, 5. August, ist zum 25-jährigen Jubiläum ein größeres Turnier am Rundweg geplant, eine Woche zuvor gibt es schon am kommenden Samstag, 29. Juli, eine große Feier, bei dem viele Freunde und alte Weggefährten sicherlich das Vierteljahrhundert Revue passieren lassen.

Quelle: RP
 
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